50 years YFU Switzerland
Stefano in Estland: August 2010

Tere

Image Der 16. August war mein grosser Tag, an dem ich in mein Gastland aufbrach. Nach einem traurigen Abschied von meinen Freunden und meiner Familie stieg ich - mit weiteren zwei Schülern aus der Schweiz - ins Flugzeug und war nun auf der nostalgischen Reise nach Estland.

In Tallinn gelandet, wurden wir von zwei YFU-Volounteers abgeholt und zum YFU-Office gebracht. Nach einem kleinen Rundgang durch die wunderschöne Altstadt von Tallinn ging es schliesslich mit den anderen 32 Schülern zum Post-Arrival-Camp, etwa 70 Kilometer von Tallinn entfernt. Während des fünftägigen Aufenthaltes hatten wir neben Estnisch-Unterricht verschiedene Workshops über Kultur, Schule und Familie. Wir hatte auch viel Freizeit, die wir Austauschschüler gemeinsam verbrachten, um uns besser kennenzulernen, zum Beispiel am Abend in der Sauna. Am letzten Tag des Camps waren wir alle aufgeregt, unsere Gastfamilien kennenzulernen, die  zum Picknick eingeladen waren.

Image Meine Familie, die ich schon seit Anfang Mai kenne, besteht aus Mutter Krista, Vater Leevi, Bruder Henrik (12) und Schwester Kaisa (20), (die allerdings in Tartu studiert und nur in den Ferien nach Hause kommt). Wir wohnen in einer zweistöckigen Wohnung in Nõmme, dem grünsten Stadtteil von der Hauptstadt Tallinn, die mit 400’000 Einwohner fast ein Drittel der estnischen Bevölkerung ausmacht.

Am ersten Abend, dem 20. August, hat mich meine Familie ins Zentrum von Tallinn gebracht, wo es zum Unabhängigkeitstag Estlands ein Open-Air Konzert gab. Am Sonntag feierte meine Gast-Grossmutter ihren 75. Geburtstag, wo auch ich eingeladen war und die ganze Familie kennenlernen konnte. Die Feier fand in einer Freizeit- Village statt, wo eine Hütte für uns reserviert war. Nach der Vorspeise sollten wir uns den Hauptgang im Teich erangeln, aber da wir nicht sonderlich gut waren, mussten wir uns die Fische schliesslich bestellen. :D

Image In der folgenden Woche waren wir in Grossmutters Sommerhaus, wo ich schon wieder in die Sauna ging. Sauna ist - neben dem guten Essen - etwas, dass ich jetzt schon wirklich mag an Estland... Die übrigen Tage habe ich meistens zuhause mit meinem Bruder und meiner Schwester verbracht, Estnisch gelernt, oder administrative Sachen erledigt - wie das lange Prozedere für den ID-Antrag oder das Gespräch mit der Rektorin und der Lehrerin der neuen Schule.

Und morgen, am 1. September, wird mein Schuljahr an der Tallinna Muusikakeskkool beginnen.

Image Bis bald!

Stefano

 
23:44 | 17.Mai 2012