50 years YFU Switzerland
Sophie in Schweden: September 2008

 

ImageDie Zeit geht wirklich vorbei wie im Flug. Seit zwei Monaten bin ich nun in Schweden. Doch in dieser Zeit ist so viel passiert, dass es sich manchmal anfühlt, als ob ich schon immer hier gewohnt hätte. Hier fühle ich mich also bereits richtig wohl. Ein wichtiger Punkt für die Integration in eine andere Kultur ist ganz klar das Erlernen der Sprache. Wenn man die gleiche Sprache spricht, ist man seinen Mitmenschen viel näher. Zu meiner Standardausrüstung gehört daher - neben der Kamera -  immer mein Wörterbuch. Mittlerweile kann ich mich gut auf Schwedisch unterhalten und auch Prüfungen mitschreiben. Es geht schon soweit, dass ich auf Schwedisch träume! Wenn ich jedoch Schweizerdeutsch spreche, fühlt es sich an als ob ich einen Knoten in der Zunge hätte! :)

Kulinarisch konnte mich Schweden noch nicht überzeugen. Einmal assen wir „surströmming“, sauer eingelegter, roher Hering. Es war ein einmaliges Experiment für mich und auch für meine schwedische Gastfamilie. Der Gestank ist unbeschreiblich. Wenn man die Dose aufmacht, verteilt sich der Geruch wie eine Rauchbombe im ganzen Raum. Ich weiss nicht, wie man auf die Idee kommt, das freiwillig essen zu wollen. Der Geschmack im Mund spielt da keine grosse Rolle mehr, da der Geruch einem schon alle Sinne raubt. Dies ist eine schwedische Tradition, doch nur wenige Schweden haben „surströmming“ wirklich jemals gegessen!

 ImageInzwischen ist es schon kälter geworden. In der Nacht fallen die Temperaturen manchmal auch schon unter die Null Grad-Grenze! Da wir so abseits auf dem Land wohnen, muss ich an manchen Tagen mit dem Fahrrad zur nächsten grösseren Busstation fahren. Das sind sechs Kilometer bei Wind und Wetter! Der Vorteil vom Leben auf dem Land ist aber, dass es wirklich sehr ruhig und friedlich ist. Dafür liegt meine Schule im Zentrum und somit inmitten des Geschehens! Ein guter Ausgleich also! :)

 
23:44 | 17.Mai 2012