| Sophie in Schweden: Juli 2008 |
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Die ersten Vorbereitungen für mein Austauschjahr in Schweden erfolgten im letzten Winter mit der Anmeldung bei YFU und dem darauf folgenden Interview. Um besser Schwedisch zu lernen, habe ich einen Kurs besucht. Bereits im April bekam ich dann die Zusage meiner Gastfamilie, was schon ziemlich früh ist. Nur mit grosser Überwindung schaffte ich es, sie ein erstes Mal anzurufen. Seither schreiben wir uns E-Mails, um allfällige organisatorische Fragen klären zu können. Ich habe auch schon Photos von ihnen erhalten, und sie machen alle einen sehr netten Eindruck. Meine Gastmutter, Greta, ist Lehrerin in Stockholm und mein Gastvater Mats ist Techniker. Anna, meine Gastschwester, ist 11 Jahre alt. Nun rückt der grosse Tag immer näher. Am 6. August ist Abflug am Flughafen Zürich. Vorher bin ich noch zwei Wochen in den Ferien, somit verbringe ich hier die letzte Woche in der schönen Schweiz. Wie immer habe ich alle notwendigen Vorbereitungen bis auf die letzte Minute hinausgeschoben. Also bin ich jetzt ziemlich mit Probepacken, Lebe-Wohl-Sagen und dem Einkaufen von Gastgeschenken und Kleidern beschäftigt. Doch mit dem Packen ist es gar nicht so einfach, denn die 20kg Gepäck-Limite hat man ziemlich schnell erreicht. Also muss man sich auf das Wichtigste beschränken. Nachdem ich mich monatelang sehr auf Schweden gefreut habe, würde ich jetzt am liebsten die Zeit anhalten, um mich in Ruhe von meiner Familie, meinen Freunden und der Schweiz zu verabschieden. Ich habe das Gefühl, ich müsse erst noch die Welt umsegeln bevor ich nach Schweden gehen kann. Um alles hier festzuhalten, photographiere ich jede Kleinigkeit, die ich vielleicht vermissen werde. So wirklich realisiert habe ich das alles jedoch noch nicht. Während bei meinem Abschiedsfest alle um mich herum heulten und weinten, rührte mich das Ganze kein Stückchen. Ich denke, dass ich erst am Flughafen oder auch erst nach dem Abflug begreifen werde, dass ich tatsächlich ein Jahr lang weg sein werde. Doch bis dahin versuche ich noch die letzte Zeit mit meiner Familie zu geniessen. |







