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Sonja in Ecuador: September 2009 |
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¡Hola!
Jetzt bin ich schon über fünf Wochen in Ecuador und langsam beginnt der Alltag einzutreten.
Am Anfang des Monats bin ich mit meiner Gastmutter für vier Tage an die Küste gefahren. Schon die siebenstündige Busfahrt von Latacunga nach Chone war für mich ein Erlebnis, da ich viel vom Land zu sehen bekam. Der schönste Moment der Reise war wahrscheinlich jener, an dem ich zum ersten Mal am Meer war, was für mich ein spezielles Erlebnis war und mir sehr gefallen hat!
Zurück in Latacunga begann am 7. September auch für mich der Ernst des Lebens: Mein erster Schultag! Ich war ziemlich aufgeregt, aber meine Angst war umsonst, da ich unglaublich lieb aufgenommen wurde und alle wahnsinnig interessiert an mir waren. Am zweiten Schultag habe ich jedoch die Klasse gewechselt, da in meiner ersten Klasse alle jünger und etwa einen Kopf kleiner waren als ich. In meiner neuen Klasse fühle ich mich rundum wohl und ich habe schon viele Freunde gefunden. Ich bin im Zweig "Sociales" und habe Fächer wie Geografie, Geschichte, Literatur usw.
Schule hier ist für mich ein total neues Erlebnis, nur schon wegen der Schuluniform. Auch gehe ich auf ein katholisches Colegio, wir beten jeden Morgen und einmal gab es sogar einen Gottesdienst.
Die Schule dauert von 7.00 bis 14.00 Uhr und ich fahre jeweils mit dem Bus zum Colegio und zurück. Am Nachmittag treffe ich mich meistens mit meinen Freunden und anderen Austauschschülern oder ich gehe ins Fitnessstudio.
An einem Samstag bin ich mit einigen Freunden an den Fuss des Vulkanes Cotopaxi gefahren. Auf etwa 3500 Metern haben wir gepicknickt, Spiele gespielt, eine kleine Wanderung gemacht und vor allem viel Spass gehabt. Es war ein sehr schöner Tag und ich habe wieder neue Seiten von Ecuador kennengelernt.
Gegen Ende des Monats war dann die "Mama Negra" - ein bekanntes Fest in Latacunga. Die "Mama Negra" besteht aus einem grossen Umzug mit viel Tanz, Musik, Verkleidungen und Traditionen. Ich habe bestimmt 200 Fotos geschossen!
Auch diesen Monat war viel los und ich habe tolle Sachen erlebt, aber es gab auch einige schwierige Momente für mich, denn ich hatte oft Heimweh. Ich kann aber auch sagen, dass sich mein Spanisch schon sehr verbessert hat und ich mich jetzt eigentlich schon gut unterhalten kann.
Nun wünsche ich euch einen schönen Herbst, bis nächsten Monat, wenn ich bestimmt wieder viel zu berichten haben werde!
Sonja
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