Sonja in Ecuador: Oktober 2009

Hallihallo


Jetzt bin ich schon ueber 2 Monate in Ecuador und die Zeit vergeht wie im Flug.
Waehrend ich in den ersten Wochen meines Austauschjahres noch oft von Heimweh geplagt war, begann ich im Oktober, mein Leben hier richtig zu geniessen!

Ich habe mich entschlossen, die Gastfamilie zu wechseln, da ich in meiner Familie sehr oft alleine zu Hause war und es so gut wie keine Familienaktivitaeten gab. Meine Gastgeschwister leben nicht mehr zu Hause und mir fehlte einfach der Kontakt zu Gleichaltrigen, was dazu fuehrte, dass ich jeden Nachmittag und Abend bei meiner Freundin zu Hause verbrachte. Es gab auch noch einige weitere Probleme und nach Gespraechen mit YFU und meiner Gastmutter kam ich zu dem Schluss, dass ein Wechsel besser fuer mich waere. So werde ich also in den naechsten Tagen in die Familie meiner Freundin wechseln, wo ich fuenf Gastgeschwister haben werde :)

Ansonsten habe ich in diesem Monat wieder neue Teile von Ecuador kennengelernt. Am Anfang des Monats fiel wegen der Schweinegrippe fuer eine Woche die Schule aus und ich habe die Gelegenheit genutzt und bin mit Anne-Sophie, der anderen Schweizer Austauschschuelerin in Latacunga, nach Cuenca gereist.


Cuenca liegt im Sueden von Ecuador und die Fahrt im Bus dauerte ueber 8 Stunden, verging aber wie im Flug. Einmal mehr war ich fasziniert von der Schoenheit meines Austauschlandes. In Cuenca erwartete uns Carolina, die letztes Jahr 6 Monate als Austauschschuelerin bei mir zu Hause gelebt hatte.
Man sagt nicht umsonst, Cuenca sei die schoenste Stadt Ecuadors. Cuenca ist sauberer, ordentlicher und moderner als Latacunga. Im Zentrum betrachteten wir wunderschoene Gassen, Haeuser und Kathedralen. Wir gingen shoppen, fein essen und am Abend mit Carolina  und ihren Freunden in den Ausgang. Die Tage vergingen schnell und bald schon sassen wir wieder im Bus nach Latacunga.
Dort angekommen, begann auch gleich wieder der Schulalltag.


Abwechslung in den Alltag bringen besondere Anlaesse, wie zum Beispiel der Tag der Unabhaengigkeit Guayaquils, an dem ich vor der ganzen Schule in einem rosaroten Prinzessinenkleid Theater spielte :)
In einer Geografiestunde machten wir eine Ausstellung ueber die verschiedenen Indígenas-Gruppen in Ecuador, mit typischer Kleidung, Schmuck und Essen. Bei dieser Ausstellung bin ich auch zum ersten Mal in den Genuss von cuy, gebratenem Meerschweinchen gekommen. Fazit: lecker, aber ein bisschen gruselig, da noch der ganze Kopf inklusive Zaehne dran ist...
Immer wieder fallen auch Stunden aus, weil ein Lehrer einfach nicht auftaucht. In einer dieser Freistunden haben wir kurzerhand alle Tische beiseite geschoben, Musik angemacht und eine kleine Klassenfiesta gestartet. Nachdem wir 2 Stunden durchgetanzt haben, wurde dann wieder der normale Unterricht fortgeführt.

So vergehen die Tage in Ecuador und ich fuehle mich richtig wohl. Schon viele Dinge, die hier ganz anders sind als in der Schweiz, sind fuer mich zur Normalitaet geworden.

Liebe Gruesse vom Aequator

Sonja

 

 

 
12:51 | 04.Februar 2012