Sonja in Ecuador: April 2010

¡Hola!

Schon ist der April zu Ende und ich möchte euch erzählen, was ich diesen Monat so erlebt habe.

Der April begann gleich mit einem Highlight. Am 1. April fuhr ich zusammen mit meiner Schwester und einigen Freunden nach Quito ans Konzert der Rockband Guns’n’Roses. Das Konzert fand im Stadion Atahualpa statt und als wir um vier Uhr nachmittags dort ankamen, hatte sich bereits eine riesige Menschenmenge versammelt. Um 18.00 Uhr wurden dann endlich die Türen geöffnet und wir wurden ins Stadion reingelassen. Und dann hiess es wieder warten, bis dann um etwa 20.00 Uhr die erste Vorband (eine Rockband aus Ecuador) zu spielen begann. Darauf folgten zwei weitere Vorbands und danach (um etwa 22.00 Uhr) hiess es einmal mehr warten... Ich war schon ziemlich müde, aber wir konnten uns unmöglich setzten, da unglaublich viele Leute um uns herum waren. Meine Beine haben mir wahnsinnig wehgetan vom vielen Stehen. Dann, etwas nach Mitternacht und mit einigen Stunden Verspätung, kamen endlich die Guns'n'Roses. Das Konzert war einfach ein riesiges Spektakel. Die ganze Müdigkeit war weg und es hat sich wirklich, wirklich gelohnt, so lange zu warten!! Wir haben mitgesungen, geschrieen und sind wie wild rumgesprungen. Und die Guns haben wirklich all die besten Songs gespielt und es war einfach unglaublich!!!!! Nach etwa zweieinhalb Stunden war das Konzert dann zu Ende.

Am Morgen nach dem Konzert (also an Karfreitag) fuhren wir von Quito nach Ibarra, eine Strecke von etwa zwei Stunden. In Ibarra angekommen, machten wir Halt an einem kleinen und wunderschönen See ein bisschen ausserhalb von Ibarra, um Zmittag zu essen. Danach fuhren wir ein bisschen um den See herum und konnten die total schöne Landschaft betrachten und viele Fotos machen. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Hotel und nach etwa vier Runden durch die Stadt fanden wir schlussendlich auch eines. Den Abend verbrachten wir bei irgendwelchen Verwandten in San Antonio, einem Dorf, etwas ausserhalb von Ibarra. Dort konnten wir eine unglaublich eindrückliche Darstellung (also wie ein Theaterstück) der Kreuzigung von Jesus anschauen, die wirklich riesig und mit total viel Aufwand durchgeführt wurde...
Am nächsten Tag frühstückten wir wieder bei diesen Verwandten und sie nahmen uns dann mit an einen Ort, etwas in den Bergen (in einer super schönen Landschaft), wo es ein Frei- und Thermalbad gab. Da es schön warm war, gingen wir dann auch richtig baden und verbrachten einen schönen Vormittag. Etwa um vier Uhr nachmittags ging’s wieder zurück nach Ibarra und von dort direkt nach Atuntaqui, einer kleinen Stadt, die sehr berühmt ist für Kleidung. Die Strassen sind wirklich voll von Kleidergeschäften!! Wir Mädels waren also im Paradies und zur Feier des Tages hat unser Papa dann auch allen etwas gekauft. :)

Am nächsten Tag war dann schon Sonntag und somit ging’s wieder nach Hause. Auf dem Weg haben wir noch Halt an einem weiteren See gemacht, einige Andenken gekauft und Fotos geschossen... Einen zweiten Halt gab’s in Cayambe, wo wir frühstückten und einige Spezialitäten probierten und dann ging’s auch schon ab nach Quito... Dort assen wir Zmittag bei meiner Tante und verbrachten den Nachmittag dort und gegen Abend waren wir wieder in Latacunga.

So habe ich also meine Ostern in Ecuador verbracht. Hier ist es ziemlich üblich, an Ostern die “Fanesca”, eine Suppe mit geschätzten hundert Zutaten, zu essen. Wir haben sie aber nicht probiert, da wir ja in Ibarra waren. (Meine Schwestern haben mir aber versichert, ich hätte überhaupt nichts verpasst, da die Fanesca einfach schrecklich sei.)

Etwa  zwei Wochen danach habe ich drei Tage in Quito bei meiner Tante verbracht und habe einmal das schöne Stadtleben genossen. Ich habe die Einkaufszentren ausgekundet und bin unter anderem ins Kugeln und ins Kino gegangen. :) Mit meiner Mama bin ich auch noch zünftig shoppen gegangen, ich brauchte einige Sommerkleider, da es für mich bald nach Galapagos und danach an die Küste geht!

Wieder zurück in Latacunga geht der Schulalltag weiter und langsam aber sicher geht es auch schon aufs Ende des Schuljahres zu. Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell und in etwas mehr als einem Monat geht es für mich schon wieder nach Hause. Daran möchte ich aber lieber noch gar nicht denken und mein Leben hierin Ecuador noch so richtig geniessen.

Das war’s auch schon wieder, bis zum nächsten Monat!

Sonja

 
12:44 | 04.Februar 2012