Saskia in Südafrika: Juli 2009

Image Seit einer Woche bin ich jetzt schon in diesem schönen Land Südafrika. Die letzten Tage in der Schweiz waren einerseits sehr emotional andererseits aber auch sehr schön. Ich habe meine letzten Einkaufe gemacht, hab mich mit Freunden getroffen und bin noch ein letztes Mal in unserem schönen Wald rennen gegangen. Am 4. Juli musste ich mich dann von allen meinen Freunden verabschieden, was mir sehr schwer fiel… Mit meiner Familie und meinen besten Freundinnen ging es am nächsten Tag Richtung Flughafen Zürich. Mit schweren Herzens, aber auch mit einer riesigen Vorfreude verabschiedete ich mich von ihnen und stieg mit fünf anderen Austauschschülern aus der ganzen Schweiz um 22.15 ins Flugzeug Richtung Dubai ein. Nach einem achtstündigem Flug konnten wir für ein paar Stunden unsere  Beine in Dubai austreten, um dann nochmals acht Stunden Richtung Johannesburg zu fliegen. Erschöpft aber mit einem grossen Lächeln im Gesicht betrat ich am 6.Juli 2009 um 16.13 das erste Mal südafrikanischen Boden. Es war ein überwältigendes Gefühl und ich werde es sicher niemals vergessen.

Mit dem Gepäck in der Hand wurden wir herzlich von YFU- Südafrika- Helfern begrüsst. Nach kurzen Einweisungen machte ich mich mit 6 anderen Austauschschülern aus Deutschland, der Schweiz und Holland mit einem Kleinbus auf den Weg nach Bloemfontein. Es war eine lange Autofahrt und wir lernten erstmals die kalten Winterabende Südafrikas kennen. In den nächsten Tagen erwartete uns ein Ankunfts- Camp, in welchem wir über verschiedene Aspekte Südafrikas aufgeklärt wurden. Es war sehr interessant, aber alle waren wir gespannt, unsere Gastfamilien kennen zu lernen. Leslie (Austauschschülerin aus Deutschland) und ich wurden herzlich von einer älteren Dame in Empfang genommen und mit Fragen ausgequetscht. An diesem Abend ging ich früh zu Bett, müde und glücklich. Nach einem erholenden Schlaf standen wir heute Morgen früh auf, um Bloemfontein zu erkunden. Wir sahen die 2 grossen Malls, den Zoo, die flache Gegend ausserhalb Bloemfonteins, die orange Sonne, aber auch viele schwarze Leute auf der Strasse, die keine Arbeit haben und um Geld betteln müssen.  

 Wenn ich die ersten Tage Revue passieren lasse, kann ich sagen, dass ich viele gastfreundliche Leute kennen gelernt habe, aber auch gesehen habe, dass Schwarz und Weiss, auch 15 Jahre nach der Abschaffung der Apartheid, noch immer (oder meistens) getrennte Wege gehen.

 Ich bin sehr gespannt auf die folgenden Wochen und Monate und hoffe, dass ich viel sehen und lernen werde über dieses vielseitige Land.

 

Liebe Grüsse

Saskia

 

 
12:52 | 04.Februar 2012