Rahel in den USA: August 2009

ImageHallihallo….

Kaum zu glauben…ich befinde mich in einem amerikanischen Zimmer, in einem amerikanischen Haus, in einer amerikanischen Stadt.

Longmont, Colorado!!!!

Bis ich hierher gekommen bin, ist jedoch einiges passiert…

 Schon vor meinem Abreisetag musste ich mich von vielen Leuten verabschieden. Das war nicht sehr einfach, weil ich schlichtweg nicht realisieren konnte, dass ich diese Leute erst in einem Jahr wieder sehen werde.

Am Abend bevor es soweit war, musste ich das erste Mal weinen; ich musste mich von meinen kleinen Schwestern verabschieden… Auch am Flughafen war es nicht sehr leicht ‚Tschüs’ sagen zu müssen. Und doch….die Vorfreude und Neugier war da….Neun Stunden Flug… Es war eine lange Zeit, die sehr viele verschiedene Gefühle mit sich brachte! Freude, Angst, Unsicherheit, Neugier, Abschiedsschmerz….

Und gleichzeitig war es sehr lustig…. Ich war mit meiner besten Freundin und einer guten Kollegin, die ich durch YFU kennen gelernt hatte in der gleichen Reihe. So konnten wir über unsere Gefühle sprechen und uns gemeinsam ausmalen, wie unser Jahr werden würde.

Als wir in Washington ankamen, dachte ich: so... jetzt geht es los… alle sprechen Englisch und ich bin definitiv in einem anderen Land! Umso komischer war es dann, als der Mann bei der Passkontrolle anfing Deutsch mit mir zu reden und eine YFU- Frau, die uns in Empfang nahm, tatsächlich Schweizerdeutsch konnte! Daraus habe ich schon einmal gelernt, dass man nie glauben darf, niemand verstehe es, wenn ich Deutsch spreche…

 Nachdem ich noch von Washington nach Denver geflogen bin, nahm mich Alice in Empfang. Meine richtige Gastmutter konnte mich ja nicht abholen, da sie noch in der Schweiz war. Als wir dann das Gepäck holen gingen, kam der erste Schreck! Mein Koffer mit der riesigen Tasche ‚Schwiizerschoggi’ war nicht da. Er wurde dann aber am nächsten Tag zum Haus gebracht.

Die ersten Tage waren toll! Ich wurde super aufgenommen, auch wenn ich nicht die Image richtige Gasttochter war. Am zweiten Tag war ich an einer Geburtstagsparty. Wir waren an einem Strand und fuhren sogar mit einem Motorboot auf den See hinaus… Dort konnte ich dann das erste Mal in meinem Leben ‚tubing’ ausprobieren… das heisst, ich sass in einem Gummiboot und wurde hinter dem Motorboot hergezogen… es war unglaublich lustig!

Durch meine ‚Gastbrüder’, die ich die ersten Tage hatte, lernte ich schnell Teenager in meinem Alter kennen. Es gab immer irgendwelche Leute im Haus!

 Es war fast ein bisschen traurig, als ich nach 10 Tagen Berthoud verlassen musste. Aber ich freute mich unglaublich, endlich meine Gastmutter zu treffen! (Oder eher wieder zu sehen, denn sie hat mich ja in der Schweiz besucht…)

Image Longmont und mein Zuhause hier sind toll!! Ich verstehe mich super mit meiner Gastmutter. Die Landschaft in Colorado ist einfach wunderschön!! Es hat Berge und Seen, wie in der Schweiz… aber es sieht ganz anders aus! Es sind nicht die gleichen Berge und alles hier ist einfach riesig! Wirklich riesig…

Bis jetzt habe ich erst etwas gegessen, was ich nicht gern hatte. Und da, wo ich wohne finden alle McDonalds voll doof. Natürlich gibt es andere ungesunde Restaurants, aber ungesund oder nicht…das Essen ist gut!

 Nach zwei Wochen in Amerika hat auch die Schule angefangen. Zuerst mussten wir Formulare für das Jahrbuch ausfüllen und in die Schule bringen…dort wurden dann Fotos für die Schul- ID gemacht. Am nächsten Tag gingen alle neuen Schüler in die Schule, um das Schulhaus kennen zu lernen und die Lehrer zu treffen. Die Lehrer hier sind alle extrem nett! Und danach fing dann der Unterricht mit allen Schülern an. Ich habe sehr tolle Fächer! Nach der Schule habe ich auch immer Cross Country Training: Distanzen rennen. Sport zu machen ist toll! So lernt man viel schneller neue Leute kennen und ist in der Schule aktiv.

 Heute durfte/musste ich Senior- Pictures machen. Man geht zu einem Fotografen und posiert in x-verschiedenen Varianten…danach kann man aussuchen, welche man haben möchte…es gibt gar Leute, die 600$ dafür ausgeben, was ich echt nicht verstehen kann. Diese Fotos kommen dann ins Jahrbuch, man gibt sie Verwandten und tauscht sie mit Kollegen.

 Bis jetzt kann ich also sagen: Es gefällt mir sehr gut und es ist immer etwas los!!

 Liebe Grüsse aus Colorado!! Rahel…oder jetzt offiziell Rachel :-)

 

 
12:40 | 04.Februar 2012