| Nicole in Frankreich: November 2006 |
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Der November begann damit, dass die Ferien zu Ende gingen. Mein Tag in Caen mit Jon Even, dem norwegischen Austauschschüler, war super! Abends redeten wir noch bis nach Mitternacht und schlussendlich beendeten wir die Unterhaltung, weil mit der zunehmenden Müdigkeit die Qualität unseres Französisch irgendwie drastisch abnahm und immer - wie öfter - versuchte ich mal ein norwegisches oder er ein deutsches Wort zu verstehen... Seine Gastschwester hat mir dann ihr Zimmer zum Übernachten geliehen und am nächsten Tag gingen wir noch vor dem Mittag nach Caen. Zum Zmittag wollten wir eigentlich in einem Restaurant essen, assen aber schlussendlich einen Kebab bei einem lustigen Iraner, der nicht besser Französisch sprach als wir... =) Am Nachmittag bummelten wir dann durch die Stadt und machten einige Fotos. Am Tag danach ging ich dann ja schon wieder nach Caen. Diesmal mit meiner Gastfamilie. Sie hatten in einem libanesischen Restaurant reserviert, wo wir exzellent zu Mittag assen und danach gingen wir ins "musée de beaux-arts", das mir auch ganz gut gefiel...Der Wiederanfang der Schule war hart. Ich hatte überhaupt keine Lust auf Schule, auf früh Aufstehen und spät Heimkommen. Doch die Wochen im Lycée vergehen schnell und all zu streng ist es ja doch nicht. Hinzu kommt, dass jetzt Notenabschluss vom ersten Trimester war, wir haben also keine Tests mehr. Und ausserdem schickten mir meine Eltern und mein Freund ausreichend Süssigkeiten von der Basler Herbstmesse... mmmm ... Da war auch meine Gastschwester ganz glücklich!!=) Einmal ging ich auch zu einer Freundin schlafen. Am Abend gingen wir ins Kino einen Film schauen. "Mort à Venise". Das war schrecklich langweilig, der Abend war aber witzig. Er verlief eigentlich genau gleich wie bei uns die Mädchenabende verlaufen... Stundenlanges Gequatsche... und immer wieder "so jetzt sollten wir aber schlafen..." und dann fällt einer doch wieder was zum Erzählen ein... Vom Wetter her war der November wundervoll!!! So richtig schönes Herbstwetter wie man es sich wünscht. Nur drei oder vier Tage waren regnerisch, ansonsten viel Sonne, kühle Temperaturen und ein starker Wind. Da ging ich einen Sonntag auch einmal einen langen Spaziergang durch Aunay machen... (Wie komisch ich hier doch werde! Jetzt spaziere ich schon freiwillig.... =) Aber zu diesem Wetter passt es gar nicht, dass sie in den Städten schon die Weihnachtsdekoration angebracht hatten. Alles in allem hält sich der Weihnachtsentusiasmus hier aber im Rahmen. In der Schule sprechen zwar alle davon, was sie sich auf Weihnachten wünschen und meine Gastschwester wollte unbedingt einen Adventskalender mit Schokolade und nicht "nur" mit Bildern, ansonsten bleibt die Vorsweihnachtsstimmung aber zielmich aus. Meine Gasteltern haben mich auch schon gewarnt, dass der Advent hier eigentlich keine spezielle Zeit ist, auch der "Santichlaus" kommt hier nicht vorbei (der hat wohl zu viel Arbeit mit den Schweizer Kindern...=) Ich habe meiner Familie aber versprochen, mit ihnen einmal Gutzi zu backen... Da sind sie natürlich einverstanden...
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Am Tag danach ging ich dann ja schon wieder nach Caen. Diesmal mit meiner Gastfamilie. Sie hatten in einem libanesischen Restaurant reserviert, wo wir exzellent zu Mittag assen und danach gingen wir ins "musée de beaux-arts", das mir auch ganz gut gefiel...
An einem Wochenende machten wir mit der Familie dann Crêpes. Das war unheimlich witzig, denn eigentlich ist das ja nichts spezielles, auch in der Schweiz essen wir Crêpes. Aber hier war das ein richtiges Familienfest. Mein Gastvater drehte die Musik auf und alle sangen und tanzten in der Küche herum. Mit dem die Crêpes in der Pfanne drehen wechselten wir uns immer ab und alle anderen feuerten denjenigen, der an der Reihe war, laut an. Manchmal landete die Hälfte des Crêpes auf dem Boden, aber es war trotzdem gut. Nach sieben Crêpes mit Lachs, Schinken, Nutella, Zucker, Käse, Honig und Marronicreme war ich dann wirklich voll!
