| Nicole in Frankreich: Januar 2007 |
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Das Wetter hat nun diesen Monat doch noch umgeschlagen und wurde richtig "normandisch". Im Klartext: Es regnete den ganzen Januar lang. Nur einen Tag hat es geschneit. Es war ein Mittwoch. Am Morgen hörte ich am Radio, dass es an diesem Tag bis zu 10cm Schnee geben könnte, was mich natürlich nicht weiter beunruhigte. Kaum in der Schule angekommen, fielen auch schon grosse, weisse Flocken vom Himmel. Es war wirklich schön. Meine Mitschüler waren aber eher beunruhigt und besorgt als enzückt. Kurz vor Mittag kam dann die Nachricht: Die Busse, die die Stadt verlassen, waren eingestellt. Ich kam also nach dem Mittag in die Eingangshalle herunter, wo ich eine Gruppe Schüler vor einer Mauer versammelt sah. An der Mauer hing ein Plakat, wo all die Busse aufgelistet waren, die noch fuhren oder eben nicht mehr, und eventuelle Ersatzverkehrsmittel. Darunter stand gross "LE RESTE RENTRE A PIED!" Für Aunay war keine Ersatzmöglichkeit aufgelistet und 31km zu Fuss ist doch ein bisschen weit... Also rief ich meine Gastmutter an, die jedoch arbeitete und sagte, dass sie mich Abends vielleicht abholen könnte... Überall waren Schüler, die nicht nach Hause konnten - und das wegen 10cm Schnee!! Ich fand das alles sehr lustig und war überhaupt nicht schlechter Laune, auch wenn meine Freundinnen sich eher um mich sorgten, da ich ja wirklich ziemlich weit weg wohne. Ein paar Stunden später rief mich meine Gastmutter noch einmal an und erklärte mir, dass die Strasse nach Aunay gesperrt sei. Glücklicherweise konnte ich bei einem Freund schlafen, der mehr oder weniger in der Stadt wohnte. Den Nachmittag verbrachte ich dann mit Schneeballschlachten und Schneemannbauen. Für meine Freunde hier war es sehr aussergewöhnlich, dass es so viel Schnee hat... Am Donnerstag hätten wir dann einen super strengen Tag gehabt, jedoch waren wir nur acht von 28 Schüler in unserer Klasse und so fielen fast alle Stunden aus... Am Abend fuhren immer noch keine Busse, denn die Strassen waren noch nicht komplett geräumt. Meine Gastmutter holte mich trotzdem ab und während der ganzen Fahrt hatten wir Angst, irgendwo stecken zu bleiben. Vor allem auch, weil das Auto ein Problem mit der Batterie hatte. Wir kamen aber heil an... Am Sonntag danach war die zweite YFU-Réunion. Ich war froh, all die anderen wieder zu sehen. Eine Schweizerin ist im Januar noch angekommen, allerdings hatte ich etwas Mühe mit dem Wechsel zwischen Deutsch und Französisch... Die Réunion war aber wieder sehr interessant und die Volontaires haben uns ein kleines Camping am Meer für Mai organisiert. Wird bestimmt super. Ausserdem ist es jetzt sicher, dass meine Eltern mich im April besuchen kommen. Ich freue mich wahnsinig!! Plötzlich habe ich irgendwie extrem viel vor und ich bin mir sicher, dass diese letzten vier Monate jetzt noch unheimlich schnell vorbei gehen werden... Bis bald Nicole |







