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Hey y’all
Wie ihr an der Begrüssung vielleicht erkennen könnt, fühle ich mich schon wie ein richtiger ‘Southern American’ und bekomme auch immer mehr Rückmeldungen, dass ich mich schon sehr amerikanisch verhalte, was ich nun einfach so stehen lasse…
Im letzten Monat bin ich sehr viel gereist. Dies begann schon am 1. November, als ich mit meinem Freund, seiner Tante und seinem Onkel erst nach Atlanta fuhr, um dort das College-Football Spiel ‚Georgia Tech’ gegen ‚Virginia Tech’ zu sehen. Dieses Spiel haben wir als Georgia-Fans leider verloren, aber unsere ‘Pechsträhne’ sollte nicht lange anhalten. Am nächsten Tag brachen wir bereits nach Gainesville, Florida auf. Dort war ‘Homecoming’ an der ‘University of Florida’. Wir besuchten gemeinsam die grösste ‘Pep-Rally’ der Welt, insgesamt waren 50’000 Leute im gut halbvollen Stadion, um sich für das am nächsten Tag stattfindende Spiel Florida-Vanderbilt einzufeiern. Es war ein riesen Event mit Konzert, Feuerwerk, Comedy, Homecoming-Queen’ Krönung und vielem mehr. Am nächsten Tag feierten wir dann einen souveränen 49:22 Gator-Sieg (Floridas Maskottchen ist ein Alligator) und ich bekam einen der wohl besten ‘Quarterbacks’ aller Zeiten zu sehen, Tim Tebow! Nach dem Spiel wurde standesgemäss gefeiert und der Tag klang mit Football auf vier (!!) Fernsehern aus. Dieses Wochenende war Thanksgiving und wir fuhren wieder nach Pennsylvania, um die Familie zu treffen. Am Donnerstag wurde der traditionelle Truthahn (oder ‘Turkey’) verspeist und Football geschaut. Am Freitagmorgen weckte mich dann mein Wecker schon um 5 Uhr, und wir fuhren nach New York City. Dort verbrachte ich dann zwei Tage, eine unglaubliche Zeit! New York war schon immer mein Ziel gewesen und dieses Wochenende habe ich es endlich geschafft! Ich war überwältigt von der “City that never sleeps”. Wir besuchten die Freiheitsstatue, Ellis Island, das Rockefellercenter, Times Square, Madison Square Garden, den Central Park, das MET, das Empire State Building, Macy’s (der grösste Laden der Welt) und vieles mehr.
Mittlerweile verstehe ich Football schon so gut, dass ich nicht mehr abfalle von meinen Freunden, die schon Jahre jedes Wochenende die Spiele verfolgen. Ich kann mir mein Leben ohne Football gar nicht mehr vorstellen. Ich wünschte, dass das Spiel, welches wegen seiner Komplexität auch Rasenschach genannt wird, in Europa so populär wäre wie in den Staaten. Vor zwei Wochen habe ich übrigens auch die im ersten Tagebucheintrag erwähnte Bowling League gewonnen:)
In der Schule gehöre ich nun dem Frenchclub, dem Germanclub (je der Präsident), dem Schachklub, dem Indoorsoccer Team und dem Mathe Team (im zweiten Semester dann auch dem Betaclub) an. Ich habe also fast immer etwas zu tun. Ich freue mich nun aber auch sehr auf den ‘Christmasbreak’, welchen ich wohl zum grössten Teil bei meinem Freund verbringen werde. Dort werden wir dann warscheinlich viele Spiele spielen, essen und Football schauen…
Das war es nach nun schon gut 14 Wochen aus einem immer kälter werdenden Cleveland Herzliche Grüsse, Nicolas
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