| Matthias in Neuseeland: Januar 2007 |
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Hallo zusammen
Nun bin ich schon etwas mehr als eine Woche hier in Te Awamutu, Waikato, New Zealand. Dies ist 2.5 Autostunden von der Metropole Auckland (ein Drittel der 4 Millionen Neuseeländer lebt dort) und eine halbe Stunde von der nächsten grossen Stadt Hamilton entfernt. Te Awamutu ist eine Kleinstadt (Town) mit ca. 8000 Einwohnern. Es ist jedoch nicht mit einem 8000er Dorf in der Schweiz zu vergleichen: Te A ist flächenmässig sehr gross (für unsere Verhältnisse), was wohl auf den Wohnstil der Kiwis (Neuseeländer) zurückzuführen ist. Die meisten Familien hier haben Grundstücke von etwa 1000m^2. Auf diesen befindet sich in den meisten Fällen ein einstöckiges, holziges Einfamilienhaus aus dem Katalog und ein grosser Garten, eine Garage und manchmal noch ein Schiff (wie bei uns).Ein weiterer grosser Unterschied zu einem Schweizer Dorf dieser Grösse ist die grossartige Infrastruktur und die vielen Läden: Hier gibts ein grosses Hallenbad mit Eventhalle, eine Einkaufsbummelstrasse mit unzähligen Shops aller Art, Supermärkte, viele Restaurants, eine Pferderennbann, eine öffentliche Bibliothek.. und das Beste: Es gibt ein super College mit ca. 1500 Students, was für NZ eher wenig ist. Nun, die Schule ist wirklich sehr toll. Die Schüler kommen von der ganzen Umgebung, viele von Farms, mit Schulbussen dahin. Leider habe ich wegen einer erfreulichen Tatsache nochnie einen Schulbus ankommen sehen: Mein Haus grenzt direkt an die Schule (genauer: an deren Basketballkörbe... juhu) und ich schlafe oder frühstücke noch, immer wenn die Busse anrollen. Die Schule ist wirklich cool: Ich konnte z.B. alle Fächer frei auswählen. Aber die Fächer sind nicht die selben wie bei uns: So hatte ich heute in Outdoor-Education das erste Kajak-training. Sobald alle gut genug für die Realität sind, werden wir auf bis zu 5-tägige Flusstrips gehen! Auch der Stundenplan ist angenehm gestaltet: um 8.45 läutet der Gong das erste Mal und um 15.00 ist schon wieder Schluss (also genug Zeit, um anderen Hobbies nachzugehen). Dazwischen gibt es noch eine halbstündige Pause und Mittagszeit (jedoch ist es uns nicht erlaubt das Schulgebiet zu verlassen). Die Schule ist offensichtlich sehr stolz auf die Maorivergangenheit (Maori ist das Volk, dass NZ vor den Briten bevölkert hatte) und so lautet der Leitsatz der Schule auch in Maori: Kia Kaha = sei fleissig. Maori ist allgegenwärtig, so versammelten wir uns am ersten Schultag auch alle (natürlich in der Schuluniform) im Marai, was eine Art Maorikirche ist. Danach sprachen dann einige Maoripriester ihre Gebete (das hört sich sehr lustig an) und die ganze Schule sang das Schullied (in Maori) und einer der Prorektoren spielte dazu die Gitarre (man stelle sich Hirschi, Imhof oder jemand laut singend mit der Gitarre vor!). Neben Maori nehmen noch viele andere Kulturen Einfluss: viele Leute kommen von Pazifikinseln wie Samoa oder Fiji. Auch ausgewanderte Schweizer habe ich schon getroffen (in einem deutschen Wurstladen). Die meisten Leute hier sind sehr freundlich und offen und geniessen ihr Leben hier. Von New Zealand habe ich nach dieser guten Woche natürlich noch nicht allzuviel gesehen. Immerhin war ich aber schon an der Ostküste in Tauranga, wo man angenehm baden kann. Reisen ist auch hier ziemlich teuer. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nur sehr beschränkt: Die Busse fahren nur von der Agglomeration in Grossstädte (nicht am Wochenende) und auf der Bahnlinie Auckland-Wellington sieht man nur ab und zu einen langsamen Güterzug vorbeifahren. Darum fahren hier alle (ab 16) Auto ("weil alle Auto fahren", ist auch die Antwort auf die Frage, wieso es keinen ÖV gäbe!).Viel Sonnenschein, angenehme Temperaturen, schöne Landschaften, viel Früchte (wir haben Orangen, Grapefruit, Zitronen, Erdbeeren und Trauben im Garten, und Avocado esse ich immer als Brotaufstrich), viel Tee, viel Sport (vor allem Rugby und Cricket) und viele nette Leute... Mir gefällts hier! Gruss Matthias |






Die meisten Familien hier haben Grundstücke von etwa 1000m^2. Auf diesen befindet sich in den meisten Fällen ein einstöckiges, holziges Einfamilienhaus aus dem Katalog und ein grosser Garten, eine Garage und manchmal noch ein Schiff (wie bei uns).
Nun, die Schule ist wirklich sehr toll. Die Schüler kommen von der ganzen Umgebung, viele von Farms, mit Schulbussen dahin. Leider habe ich wegen einer erfreulichen Tatsache noch
Von New Zealand habe ich nach dieser guten Woche natürlich noch nicht allzuviel gesehen. Immerhin war ich aber schon an der Ostküste in Tauranga, wo man angenehm baden kann. Reisen ist auch hier ziemlich teuer. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nur sehr beschränkt: Die Busse fahren nur von der Agglomeration in Grossstädte (nicht am Wochenende) und auf der Bahnlinie Auckland-Wellington sieht man nur ab und zu einen langsamen Güterzug vorbeifahren. Darum fahren hier alle (ab 16) Auto ("weil alle Auto fahren", ist auch die Antwort auf die Frage, wieso es keinen ÖV gäbe!).