50 years YFU Switzerland
Matthias in Neuseeland: April 2007

Ich habe ein absolutes Hightlight meines Jahres erlebt. Mit anderen Austauschschuelern machte ich mich in den Osterferien auf, um die Suedinsel von Neuseeland zu erkunden. Da sich YFU-NZ nach einer Wiedereröffnung noch immer auf minimaler Grösse hält, waren nur 9 andere Studenten mit von der Partie (wobei 4 von Australien eingeflogen sind). Fernando aus Brasilien, Araceli aus Argentinien, Quique aus Uruguay, Melanie aus Venezuela, Sae und Sayumi aus Japan, Pritt, Kadri und Anni aus Estland und ich bildeten mit 3 Leadern das Grüppchen. Die Besitzerin des Carunternehmens, das die Busse in den guten alten Zeiten zur Verfügung stellte, reiste nun als sehr gute Köchin mit. WellingtonMit dem Nachtbus ging es mit den beiden Hamiltoner Anni und Melanie in die "windy city" Wellington. Nach einem kurzen Stop von 5 Stunden im Neverland in der Nähe der Tangariro-Vulkane, die wir angesichts der Kälte noch ein bisschen näher wünschten, sind wir via Ersatzbus am nächsten Morgen verspätet, aber heil in der Hauptstadt angekommen. Wellington bietet alles, was man in NZ meistens vermisst. Die Häuser sind nicht einstöckig sondern besitzen gerade etwa 40 Etagen im Durchschnitt. Es gibt ein gutes Trolleybus netz, Fussgängerzonen, Parks, Cafes, Kunst und Kultur überall wo man hinschaut und es gibt keine riesigen Supermarkts.Wellington ist berühmt fur sein Beehive (Bienenhaus) welches als Parlamentsgebäude dient. Von weitem sieht das Ding sehr speziell aus, von nahem aber eher wie ein Betonklotz.Eine weitere Berühmtheit der Stadt ist die Filmindustrie. Image

In "Welliwood" wurden viele Filme gedreht, insbesondere King Kong und natürlich Lord of the Rings vom Wellingtonian Peter Jackson. Die Stadt eignet sich offensichtlich dafür, da sie am Meer liegt, aber auch über einen bewaldeten Stadthügel verfügt, wo viele LOTR-Szenen gedreht wurden.ChristchurchNachdem wir die Cook Strait per Nachtfähre überquert hatten, nahm die Zahl der Menschen und Autos, sowie das gute Wetter schlagartig ab, dafür nahmen die Hügel zu. In Kaikoura konnten wir eine Seerobbenkolonie bewundern (für viel Geld konnte man auch zu den Walen hinausgebracht werden).In Christchurch, der grössten Stadt der Suedinsel ürbernachteten wir zweimal in einem extrakleinen Container zu viert. Von der Stadt haben wir abgesehen von der alten schottischen Cathedral nicht viel gesehen, da immer Programm geplant war: Zoo, Ice Skating, Cookie-factory und das International Antarctic Centre. Da man sich relativ nahe vom Südpol befindet, starten NZ, Italien und die USA ihre Antarktikexpeditionen alle von hier. Wir konnten die sehr warmen Kleider anprobieren, einen Schneesturm in einem riesigen Kühlschrank sowie eine Fahrt mit dem Spezialfahrzeug häglund erleben.DunedinDie nächsten 2 Tage verbrachten wir in Dunedin. Wir logierten auf einem Campingplatz, der direkt an der Beach liegt. Die sehr schottisch geprägte Stadt ist berühmt für seine Universitaet (mehr als 20000 Studenten). Leider hatten auch diese Schulferien, aber man konnte trotzdem vieles von ihnen bemerken (zB. viele nette Cafes). Dunedin ist berühmt für de steilste Strasse der Welt. Dort finden Wettrennen (Mensch oder Murmel) statt. Wie auch immer, ich finde, dass die Bauherren einfach nicht gewusst hatten wie man eine Strasse baut.Auch waren wir in der Cadbury Chocolate Factory, was mir als Schweizer natürlich nicht sehr imponieren konnte!Queenstown Queenstown ist dafür berüchtigt, der teuerste Ort in NZ zu sein. Als wir dort ankamen, wusste ich auch schon bald wieso. Der Name ist nicht übertrieben, man fühlt sich mayestätisch von Bergen, Seen und extrem vielen Touristen umgeben! Image

Queenstown ist DIE Actionsportstadt von NZ (oder gar der Welt?). Am ersten Tag wären wir ohne den Spass, den es uns bereitet hatte, im Jetboat erfroren. Am nächsten Morgen sprangen wir am ersten Bungy der Welt 43m ins Leere. Danach erkundeten wir per Bike Lord of the Rings-Sets in den Deer Parks Heights. Am eindrücklichsten war jedoch ein koreanisches Gefängnis aus dem Film "the Rescue" und die Aussicht. Als Abschluss, radelten wir auf der Heimfahrt unbewusst durch die Hochzeit von Peter Jackson. Westcoast Die Westkueste ist eine sehr regenreichte Gegend, die deshalb sehr schwach besiedelt ist. Grund dafür sind die Southern Alps, die nur 20 km vom Meer entfernt liegen. So wanderten wir auf dem mächtigen Foxglacier, der von Dschungel (mit frechen Papageien) umgeben ist, und sich dem Meer Tag für Tag nähert.Am Abend genossen wir jeweils ein Lagerfeuer direkt am Meer und genossen die Menschenleere sowie die Gezeiten. Die 2 Wochen waren bald Vergangenheit und schon waren wieder auf der Fähre, diesmal am Tag, und von Delfinen umgeben!

 
23:15 | 17.Mai 2012