50 years YFU Switzerland
Luisa in Belgien: September 2006
Hallo!

Schon ist wieder ein Monat vergangen! Die Zeit vergeht so schnell hier. Ich beginne am besten mit dem Orientierungslager, welches jedes Jahr für alle Austauschschüler und Schülerinnen stattfindet. Ich fand es obergenial! Wir waren etwa zwanzig Jugendliche plus YFU-Leute. In diesem Lager habe ich sehr viele Freundinnen und Freunde gefunden. Und da Belgien nicht allzu gross ist, können wir und ohne grosse Probleme manchmal treffen. Hier ein Foto von Morgan aus den U.S., ich, Vic aus Österreich und Lucas aus Dänemark:

Meine FreundeDoch das wirklich aufregendste und bedeutendste Ereignis in diesem Monat war natürlich der Schulanfang! Ich war schrecklich aufgeregt. Doch eins nach dem anderen. Nach dem Orientierungslager haben mich meine Gastmutter und meine Gastschwester abgeholt. Dies ist allerdings nur meine provisorische Familie bis ende November, weil dann ihre Tochter, Morgane, welche für drei Monate nach Deutschland gegangen ist, zurück kommt. Und so lange sie nicht da ist, haben sie ein Zimmer frei.

Ich wohne in Embourg, ein Dorf am Rande von Liège. Ich habe eine Gastmutter, Laurence, einen Gastvater, Pierre, und drei Schwestern: Solène (13), Justine (9) und Elsa (7). Und eigentlich auch Morgan, aber die ist ja nicht da...

Solène geht in die selbe Schule wie ich. Doch nicht in die gleiche Klasse. Sie ist ein Jahr unter mir.

Ich bin noch vor Schulbeginn mit meiner Gastmutter in die Schule gegangen, um mich als „élève libre“ einzuschreiben. Wir haben zuerst mit der Direktorin und dann mit dem „Proviseur“ gesprochen. Der „Proviseur“ ist so etwas wie der Prorektor. Als wir ins sein Büro kamen, sassen dort ein Mädchen und eine Frau. Und stellt euch vor, das war auch eine Austauschschülerin aus Thailand, die ganz in meiner Nähe wohnt. Ihr Name ist Boky. Jedenfalls hat mich der Proviseur eingeschrieben und gesagt, ich soll am Mittwoch am 6. September um 11:00 Uhr zu ihm kommen. Ich werde dann in eine Klasse eingeteilt.

Also kam ich am sechsten September mit meiner Gastschwester in die Schule. Doch als ich ins Büro des „Proviseurs“ kam, sagte man mir, auf französisch natürlich, er sei nicht da. Ich fand das zwar seltsam, doch es war ja noch sowieso erst halb elf. Meine Gastschwester hat gesagt, dass man sich auf dem Schulhof versammelt, dort in eine Klasse eingeteilt wird und dann mit seinem Klassenlehrer in ein Schulzimmer geht, wo man sein „Journal de classe“ bekommt. Danach kann man gehen. Um 10:55 ging ich nochmals zum Büro des Proviseurs und als er immer noch nicht da war, ging ich ins Sekretariat. Dort sagte man mir, dass der Proviseur an eine andere Schule gegangen ist. Doch eine von den Sekretärinnen ist mit mir zu dem Herr gegangen, welcher die Stundenpläne und Klasseneinteilungen macht. Doch der sagte mir, ich sei noch nicht eingeteilt und ich solle morgen nochmals kommen. Ich war etwas überrascht, da mir der Proviseur gesagt hat, ich soll kommen, aber na ja.

Ich ging halt nach Hause. Am nächsten Tag ging ich nochmals in die Schule. Dort traf ich die Schuldirektorin, mit welcher ich schon vorher gesprochen habe. Sie hat mich wieder zu dem Messieur gebracht und mit ihm besprochen, dass ich in der Mediathek warte, bis er mich holen kommt. Also habe ich gewartet. Zwei volle Stunden!!!!!! Als es dann zum zweiten mal geläutet hatte, bin ich zu ihm gegangen und habe ganz schüchtern gefragt, ob er bereits eine Klasse für mich gefunden habe. Er hatte mich vergessen. Doch schlussendlich habe ich es irgendwie geschafft, in eine Klasse eingeteilt zu werden. Sie sind alle sehr nett und ich habe bereits einige gute Freundinnen gefunden. Im Unterricht geht es auch ganz gut. Ich verstehe eigentlich mehr oder weniger alles, was der Lehrer sagt. Doch Notizen zu machen ist noch ziemlich unmöglich. Heute haben wir einen Englischtest zurückbekommen und ich hatte die beste Punktzahl, um genauer zu sein die volle Punktzahl. Das hat mein Ego sehr verbessert.

Hier in Embourg habe ich angefangen zu reiten. Ganz in der Nähe hat es eine Manege und ich gehe jeden Mittwoch und Sonntag. Es macht mir sehr viel Spass und ist mal etwas ganz anderes. Ich konnte in der Schweiz nicht reiten, da wir mitten in der Stadt leben.

Letzten Samstag war ich mit YFU in WALIBI. Es war sehr schön, all die anderen Austauschschüler zu sehen. Wir hatten sehr viel Spass zusammen.

Morgen haben wir schulfrei und ich gehe mit einigen Freundinnen aus der Schule in die Stadt. Ich freu mich schon sehr bei dieser Gelegenheit die Freundschaften noch zu vertiefen.

Also bis nächsten Monat

Bisous aus Belgien Luisa

Walibi
in WALIBI. Wie man sieht hat es geregnet



 
23:13 | 17.Mai 2012

Luisa