50 years YFU Switzerland
Isabelle in Norwegen: Dezember 2007

ImageIn diesem Monat gibt es zwei Ereignisse, über die ich vor allem schreiben will. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist das Weihnachten und Silvester.

Meine Vorweihnachtszeit war geprägt von Stress in der Schule. Also, wenn ich hier von Stress schreibe, so ist das wie in einer normalen Schulwoche mit Proben in der Schweiz. In den letzten zwei Wochen vor Weihnachten hatten wir in fast jedem Fach eine Ganztagesprobe, in der all der Stoff, den wir bis dahin durchgenommen hatten, vorkam. Dies war in einigen Fächern doch ziemlich viel. Der ganze Stress wurde dann mit einem Weihnachtsfrühstück abgeschlossen. Alle Lehrer kamen früher zur Schule und bereiteten das Frühstück für uns vor, das dann die ganze Schule zusammen ass. Wir sangen Weihnachtslieder und endlich kam auch in mir ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Nach dem Frühstück gingen wir zur Sporthalle und hatten ein Volleyballturnier. Dies war wirklich lustig und ich glaube, alle hatten ihren Spass. Dann ging es nach Hause, wo ich mich für das nächste Ereignis fertig machte: den Weihnachtsball.

Ein paar Freunde trafen sich bei meiner Nachbarin. Wir assen Taco und schauten einen Film, bevor wir uns gemeinsam umzogen und stylten. Es war echt lustig, sich gegenseitig Tipps zu geben und zum Schluss sahen alle einfach umwerfend aus. J Wir waren um ca. 22.00 Uhr da und es war fast niemand dort. Es lief Trance und die Tanzfläche war natürlich leer. Zuerst war es ziemlich langweilig, doch nach und nach kamen dann ein bisschen mehr Leute und es wurde besser. Obwohl die meisten an unserer Schule nicht einmal Bier trinken dürfen, gab es überraschend viele betrunkene Personen. Als dann endlich die Band kam, mussten wir feststellen, dass diese nicht besonders gut war. Zum Schluss stand doch eines der Bandmitglieder tatsächlich in Boxershorts und Pullover, mit einem Bier in der Hand, auf der Bühne und war nicht mehr imstande, zu singen. Viele meiner Freunde fuhren früher nach Hause, weil es ein so schlecht organisiertes Fest war. Meine Nachbarin und ich hielten es bis fast zum Schluss aus, weil ihr Gastbruder noch nicht Heim gehen wollte.

Einige Tage später war es dann endlich soweit, das grosse Fest stand vor der Tür. Ich ging mit meinen Grosseltern und meinen Gastschwestern in die Kirche und besuchte dort den Weihnachtsgottesdienst. Danach fuhren wir zu uns nach Hause und hatten ganz viel Besuch. Im Ganzen waren wir 14 Personen. Wir assen das traditionelle Weihnachtsessen „ribbe og pølse“. Dies ist Schweinefleisch und Wurst. Dazu gibt es Sauerkraut und Rotkraut und natürlich geschwellte Kartoffeln, die bei keiner Mahlzeit fehlen dürfen. Nach dem Essen hatten wir dann Besuch vom „julenissen“, vom Weihnachtsmann. Er brachte uns allen ein kleines Geschenk. Als er dann gegangen war, wurden all die vielen Geschenke unter dem Tannenbaum ausgepackt. Ich habe noch nie zuvor so viele Geschenke auf einmal gesehen! Eines meiner schönsten Geschenke war ein Kochbuch mit norwegischen Rezepten. Es ist in all die verschiedenen Regionen eingeteilt und erzählt auch immer etwas über die verschiedenen Gebiete. Nach dem Geschenke auspacken gaben wir uns dann alle die Hand, gingen um den Weihnachtsbaum und sangen Lieder. Das war lustig! J Danach gab es dann das Dessert, eine Reiscrème. In der Creme ist eine Mandel versteckt. Wer die Mandel in seiner Portion hat, kriegt ein Marzipanschwein. Völlig überraschenderweise war ich diejenige, die die Mandel hatte.

Silvester war ich dann alleine zu Hause und feierte mit zwei Freundinnen zusammen. Wir schauten einige Filme. Kurz vor Mitternacht zogen wir uns warm an und gingen nach draussen, um die Feuerwerke zu bewundern. Und plötzlich startete der countdown! Ti, ni, åtte, sju, seks, fem, fire, tre, to en, godt nytt år!!! Wir fielen uns in die Arme und waren ziemlich aufgedreht.Image

Als es dann doch etwas kalt wurde, gingen wir wieder zurück ins Haus und stiessen an. Das neue Jahr starteten wir, indem wir „The DaVinci Code“ schauten. Wir waren danach doch ziemlich müde und schliefen lange in den ersten Tag des neuen Jahres hinein.

Nun bin ich nur noch ca. 6 Monate hier und ich glaube, diese Zeit wird wie im Flug vergehen. Es gibt so viele Sachen die ich noch unternehmen will.

Ich wünsche allen ein wunderschönes 2008 und bis zum nächsten Bericht!

 

Januar 2008

 
22:57 | 17.Mai 2012