50 years YFU Switzerland
Flavia in Chile: Juli 2008

Hallo zusammen!Image

Seit zwei Tagen bin ich nun also in Chile. Auf diesen Moment habe ich über ein halbes Jahr gewartet und nun ist es endlich so weit. Hier ist alles neu und aufregend, doch zuerst erzähle ich euch über meine Reisevorbereitungen:

Die letzte Woche vor meiner Abreise war sehr stressig. Ich musste meine Koffer packen, mein Zimmer ein letztes Mal aufräumen und mich von all meinen Freunden verabschieden. Ehe ich mich versah, stand ich am Flughafen Zürich Kloten, wo ich mein Austauschjahr starten würde. Beim Check-in 2 traf ich die anderen zwei Austauschschülerinnen, die zusammen mit mir nach Chile reisen würden. Nachdem wir unser Gepäck aufgegeben hatten, mussten wir uns von unseren Freunden und von der Familie verabschieden. Dies war ein schwerer Moment für mich, denn es wurde mir so wirklich bewusst, dass ich meine Familie ein ganzes Jahr nicht mehr sehen würde. Nach einigen Tränen und Umarmungen ging ich mit meinen zwei Reisegefährtinnen durch die Passkontrolle und zu unserem Gate. Keine von uns Dreien realisierte wirklich, dass das Austauschjahr soeben begonnen hatte. Wir warteten also darauf in unser Flugzeug zu steigen, als eine Stimme über Lautsprecher verkündete, dass unser Flug aufgrund technischer Probleme nicht pünktlich starten könne und dass wir uns einige Minuten gedulden sollten. Aus diesen Minuten wurde eine Stunde und langsam fürchteten wir, unseren Anschlussflug in Paris zu verpassen. Doch glücklicherweise kamen wir rechtzeitig in Paris an, wo wir von einem Angestellten der Fluggesellschaft zu unserem Flugzeug gebracht wurden. Nun sassen wir erschöpft, aber zufrieden in unseren Sesseln und bekamen unser Nachtessen. Der Flug dauerte 13 Stunden und war sehr anstrengend, da der Platz zum schlafen sehr begrenzt war.

Ich werde den Moment nie vergessen, als ich meinen Fuss zum ersten Mal auf chilenischen Boden setzte. Doch das Hochgefühl hielt nicht lange an, weil Eliane (eine andere Austauschschülerin aus der Schweiz) und ich je einen Koffer nicht mehr fanden. Wir gingen also mit unseren begrenzten Spanischkenntnissen zum Schalter der AirFrance und versuchten uns verständlich zu machen. Hier lernte ich zum ersten Mal, was die chilenische Leichtigkeit ist, denn der Angestellte blieb seelenruhig und erklärte, dass mein Koffer wahrscheinlich am nächsten Tag ankommen würde (was er schliesslich auch tat).

Nach der Zollkontrolle wurden wir von Andres, einem Mitarbeiter von YFU Chile, begrüsst und zu den Austauschschülern aus den anderen Ländern gebracht. Nach einem Frühstück fuhren wir in unser Vorbereitungscamp nach Olmué. Hier lernten sich alle Austauschschüler mit einigen Spielen besser kennen. Da ich sehr müde war, ging ich bereits um 18 Uhr schlafen. Heute hatten wir einige Sessions, in denen wir einiges über die chilenische Kultur lernten.

Ich werden noch zwei Tage hier in Olmué bleiben, bevor ich zu meiner Gastfamilie in Pitrufquén reisen werde. Ich bin sehr gespannt sie kennen zu lernen und mein zukünftiges Zuhause zu sehen. 

 
22:51 | 17.Mai 2012