50 years YFU Switzerland
Flavia in Chile: April 2009

Hola!

 

In diesem Monat bin ich auf die langersehnte YFU Reise gegangen.

Image Es war super spannend zu sehen, wie stark sich gewisse Austauschschueler veraendert haben und mit ihnen Erfahrungen auszutauschen. Ganz zum Gegensatz zu unserem letzten Treffen war die am haeufigsten gesprochene Sprache nicht mehr Englisch, sondern Spanisch. Diese Sprache habe ich schon so tief in meinem Kopf und Herzen, dass ich mich sogar mit der Schweizer Austausschuelerin auf Chilenisch unterhalten habe. Auf der Reise traf ich natuerlich nicht nur meine Austauschskameraden, sondern lernte vorallem den Sueden Chiles besser kennen. Die Rundreise begann in Puerto Montt, wo wir der Meereskueste entlangspazierten, typisch chilenisch assen, den Markt besuchten und schlittschuhlaufen gingen. Waehrend 3 Tagen wohnten wir in einem Hotel in Puerto Varas, von wo aus wir in unserem eigenen Bus den wunderschoenen Wasserfall von Petrohue besuchten, in einem Schiff eine impressionante Seeueberkreuzung nach Peulla machten, von wo aus man den Vulkan Osorno sehr gut sehen kann und wo es eine Vielfalt von Pflanzen gibt.

Am dritten Tag fuhren wir mit einer Autofaehre nach Chiloe, die grosse Insel in Sueden Chiles. Dort besuchten wir ein Mythenmuseum in Ancud, einen ehemaligen Verteidigungsstuetzpunkt der Spanier mit alten Kanonen und die Hauptstadt der Insel, Castro. Dort befinden sich unter anderem die sehr beruehmten Pfahlbauhaeuschen, die Palafitos. Chiloe hat mir sehr gefallen, weil es sehr viele grosse Waelder besitzt und die Chiloten (Bevoelkerung Chiloes) ein sehr spezielles Volk Chiles sind.

Am vierten Tag checkten wir aus dem Hotel in Puerto Varas aus und entspannten uns Image in den Thermen von Puyehue. Wir hatten das grosse Glueck, dass dies der einzige Tag mit Regen war, welcher die warmen Freiluftthermen noch spezieller machte.

Den letzten Tag im Sueden verbrachten wir in der von Deutschen Einwandern gepraegten Stadt Valdivia. Wir lernten den artenreichen botanischen Garten, die Patisserie „Entrelagos“, das moderne Casino und den Markt kennen. Im nahegeliegenen Ñiebla, von wo aus man eigentlich eine spektakulaere Aussicht auf den Einfluss des Flusses Calle-Calle ins Meer geniessen koennte, sahen wir leider gar nicht weit, weil alles in dichten Nebel gehuellt war. Als letzter Hoehepunkt besuchten wir die Brauerei Kunstmann, in der das beste (und teuerste) Bier Chiles hergestellt wird. Danach traten wir unsere Rueckreise nach Santiago an.

Dort verbrachte ich drei Tage bei einer Gastfamilie, die mir Santiago zeigte. Am ersten Abend gab es ein Internationales Dinner, an welches jeder Austauschschueler ein Gericht aus seinem Heimatsland beitrug, was ein kulinarisches Erlebniss war. Am zweiten Abend gab es ein Verkleidungsfest, an welches natuerlich alle Austauschschueler verkleidet kamen und an dem viel Reggaeton getanzt wurde. Nach 10 Tagen voller neuer Eindruecke fuhr ich dann im Bus zurueck nach Pitrufquen.

Image Die Reise war wunderschoen, hat mir aber auch zu denken gegeben, weil ich meine Freunde hier in Pitrufquen ziemlich vermisst habe und weiss, dass der Abschied immer naeher rueckt, welcher sicher fuer mich sicher sehr schmerzvoll wird.

Mit meiner Klasse organisierte ich ende des Monats ein Fest fuer die Erstklaessler, um Geld fuer ein Abschlusslager zu sammeln. Das Fest war ein grosser Erfolg und ich sah wieder einmal, dass sich meine Mitschueler, welche sich teilweise in sehr komplizierter finanzieller Lage befinden, alles moegliche einfallen lassen um trotz allem ein schoenes Abschlusslager organisieren zu koennen.

 

Liebe Gruesse aus Chile Flavia

 
22:47 | 17.Mai 2012