50 years YFU Switzerland
Eva in den USA: Januar 2008

Anfangs Januar begann nach den zweiwöchigen Weihnachtsferien endlich wieder die Schule. In der letzten Ferienwoche war ich zu Hause geblieben und hatte die meiste Zeit in meinem Zimmer verbracht, da es draussen so kalt war. Hier in Illinois wird es bis zu minus 23 Grad. Ich war froh, dass mein Zimmer der wärmste Raum im ganzen Haus ist.


Als ich also eine Woche lang nicht viel mehr gemacht hatte ausser schlafen und essen, war ich froh, endlich wieder in die Schule gehen zu können. Ich freute mich, meine Freunde wieder jeden Tag zu sehen und ich war sehr gespannt auf meine neuen Fächer. Da mir Painting und Englisch im letzten Semester so gut gefallen hatten, schrieb ich mich auch dieses Semester wieder ein. Leider hatten aber die Lehrer gewechselt, was die Schulstunden etwas langweiliger machte.
Meine verrückte aber liebenswürdige Painting Lehrerin wurde durch einen unsicheren jungen Mann ersetzt. Seitdem entscheiden wir Schüler hauptsächlich, wie die Schulstunden gestaltet werden sollen.
Meine neue Englischlehrerin ist um einiges strenger als der verwirrte Professor vom letzten Semester. Jetzt muss ich fast jede Woche eine Arbeit schreiben und unzählige Kurzgeschichten lesen.
Dafür gefallen mir die anderen Fächer umso mehr. In Speechclass lerne ich, wie man interessante Reden halten muss. Das viele Sprechen vor einer ganzen Klasse hilft mir sicher, mein Englisch noch mehr zu verbessern.


Auch in meinem vierten Schulfach, Human Sexuality, muss ich viel sprechen. In den Schulstunden diskutieren wir diverse Vorurteile gegenüber Sexualität in der Amerikanischen Gesellschaft.
Mitte der Schulwoche begann dann auch endlich wieder das Softballtraining. Da die Frühlingssaison die wichtigste Saison im Softball ist, quälte uns der Coach schon am ersten Tag mit unzähligen Muskel- und Konditionsübungen. Am nächsten Tag konnte das ganze Team kaum noch gehen, weil wir so starken Muskelkater hatten.
Nach einer Woche liess der Muskelkater dann aber nach und ich merke, wie ich immer besser in Form kam. Bevor ich nach Amerika kam, schaffte ich kaum eine Liegestütze und jetzt bringe ich es schon auf 17. Mein Vater wird stolz auf mich sein, wenn er das liest:).
Obwohl meine Freundschaften mit den Mädchen vom Team immer enger werden, fühle ich mich nach wie vor am wohlsten, wenn ich mit den Austauschschülern zusammen bin. Wir essen immer noch jeden Tag gemeinsam zu Mittag und am Wochenende gehen wir ab und zu ins Kino. Am meisten treffe ich mich mit der Holländerin Lisanne. Wir haben beide herausgefunden, dass wir Europäer definitiv etwas haben, was uns verbindet. Was es genau ist, haben wir aber bis heute nicht herausgefunden.


Februar

 
22:45 | 17.Mai 2012