| Eva in den USA: April 2008 |
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Der April war mein letzter Monat in den Vereinigten Staaten und ich genoss ihn in vollen Zügen. Kleine Konflikte unter Freunden oder in der Gastfamilie waren vergessen. Wir wussten alle, dass wir nicht mehr viel Zeit miteinander verbringen können und deshalb besser diese Zeit noch geniessen sollten. Ich persönlich wurde im letzten Monat auch noch um einiges spontaner, als ich das durchs Jahr hindurch gewesen war. Jede Gelegenheit, mit Freunden in eine andere Stadt zu gehen, oder noch neue Menschen kennen zu lernen, nutzte ich gerne. Ich wusste, dass dies meine letzte Chance war, Leute kennen zu lernen, bei denen ich möglicherweise billig wohnen könnte, wenn ich mal wieder in die USA in die Ferien möchte. In der Schule neigte sich ebenfalls alles dem Ende zu. Die Softball Season endete für unser Team vorzeitig, da wir leider zu viele Spiele verloren hatten. Das Ausbleiben der langen Spiele und des vielen Trainierens gab mir Zeit, mich etwas mehr auf das Malen zu konzentrieren. Schliesslich konnte ich zusammen mit einigen anderen Schülern meine Bilder sogar noch in der Schule ausstellen. Dabei gewann ich einen Preis für eines meiner Bilder. Ich war sehr stolz, dass ich während neun Monaten etwas Neues gelernt hatte und dafür dann auch noch geehrt wurde. Bevor das Austauschjahr endgültig zu einem Ende kam, gingen alle Austauschschüler noch auf eine Reise mit der YFU Koordinatorin. Wir verbrachten ein Wochenende in St. Louis, wo wir uns noch ein letztes Mal rund um die Uhr sehen konnten. Wir besuchten eine Bierbrauerei und ich überwand sogar meine Höhenangst und fuhr in einer kleinen Gondel auf die Spitze des St. Louis Arches. Als wir Austauschschüler uns schliesslich definitiv voneinander verabschieden mussten, versprachen wir uns, dass wir einander irgendwann besuchen werden. Mit meiner neugefundenen Freundin aus Holland ist das gar nicht so abwegig, da die Reise nach Holland finanziell und zeitlich nicht schlecht zu meistern ist. Nach St. Louis fuhr ich alleine mit dem Zug direkt nach Chicago, wo mein Vater bereits auf mich wartete. Er war extra aus der Schweiz angereist, um die letzte Woche in Amerika noch mit mir zu verbringen. Zusammen erkundeten wir Chicago und ich zeigte ihm dann noch Galesburg, wo ich für die letzten neun Monate gelebt habe. Am 16. Mai kam dann der Tag meiner Abreise. Meine Gasteltern brachten mich und meinen Vater zum Flughafen. Auch wir versprachen uns, einander bald wieder zu besuchen. Darauf freue ich mich besonders, da meine Gasteltern voraussichtlich diesen Sommer nach Las Vegas ziehen werden. Als ich in Zürich am Flughafen ankam, warteten schon meine Mutter und mein Bruder auf mich. Zu viert fuhren wir dann zurück nach Bern. Am selben Abend traf ich mich schon mit meinen alten Freunden und stellte beruhigt fest, dass sich weder in meiner Familie, noch im Freundeskreis viel verändert hatte. Wir wurden zwar alle etwas älter und reifer, aber die Beziehungen und wie wir miteinander umgehen, haben sich kaum verändert. Ich werde dieses Austauschjahr immer in guter Erinnerung behalten und habe viele neue Freunde gewonnen. Ich kann jedem empfehlen, einmal für eine Zeit im Ausland zu leben. Man lernt, andere Kulturen und Menschen zu respektieren, auch wenn sie nicht immer die gleichen Wertvorstellungen haben. Ausserdem ist es eine gute Gelegenheit, sich persönlich weiterzuentwickeln. Man hat endlich einmal die Gelegenheit, neue Dinge auszuprobieren und kann somit auch versteckte Interessen und Talente finden. Dies stärkt das Selbstvertrauen und macht einen vielseitiger und offener für Neues! |






