50 years YFU Switzerland
Carla in den USA: März 2011

Hi!

Anfang März kam Nina zu uns übernachten und ich hatte mich so gefreut endlich einmal wieder unser vertrautes Schweizerdeutsch sprechen zu können. Wir gingen zusammen ins Kino und sahen „No strings attached“.

In der Kirche fand ein Konzert statt, wo wir aber nicht sangen, sondern nur zuschauen gingen. Der Erwachsenenchor sang zusammen mit einem afrikanischen Chor in tollen Rhythmen.

Josie und ich schrieben eine riesige Liste mit Dingen, welche wir noch unbedingt machen oder sehen möchten bevor es zurück ins Heimatland geht. Nun haben wir unsere ganze Agenda voll geschrieben und für praktisch jedes Wochenende irgendetwas geplant ;)

Schon sehr bald ist unsere Musicalaufführung in der Schule und so langsam machen wir auch tatsächlich Fortschritte in den Proben. Es wird hart an Liedern, Tänzen und Dialogen geübt.

Ich liebe Drama Club; die Leute sind einfach alle so Theater verrückt und witzig. Image

Eines Morgens hatten wir während Homeroom eine Versammlung von allen Schülern im Auditorium, wo sie uns die Fotos vom New Orleans Trip gezeigt haben. Eine Gruppe mit ca. 40 Schülern unserer Schule ist nämlich nach New Orleans gegangen und hat geholfen neue Häuser aufzubauen an einem Ort, wo vor ein paar Jahren der grosse Hurrikane alles zerstörte.

Alles spricht momentan über Prom (Senior-Abschlussball) an unserer Schule und passend dazu gingen auch die verschiedensten Gerüchte in der ganzen Schule herum.

Nach der Schule einmal ging ich zu Helen nach Hause. Sie ist in meiner Französisch Klasse und ihre Mutter ist ursprünglich aus Basel! Ich finde es so lustig, dass wenn man irgendwo im Ausland ist und dann trifft man jemanden, welcher die gleiche Sprache spricht, und man ist automatisch wie die besten Freunde. Sie hatte auch die grösste Freude an mir und machte extra Raclette und Marmorkuchen und Schokoladen Mousse für mich – hmmm!!! Ich fühlte mich wie im siebten Himmel mit diesen Geschmäckern im Munde…am Schluss gab sie mir noch ein AROMAT mit – einfach fantastisch!

Sven aus Deutschland kam Mitte März zu uns. Er war vor fünf Jahren ein Austauschschüler in meiner Familie (also wir sind sozusagen Geschwister hehe) und kam zurück zu Besuch für zwei Wochen. Er traf sich mit einigen seiner ehemaligen Freunde von hier, sprach mit ein paar wenigen Lehrern und schaute sogar nach möglichen Universitäten. Image

Josie’s Gasteltern wollten uns zu einem Obdachlosenheim mitnehmen, wo wir den Obdachlosen das Essen kochen und dann schöpfen hätten sollen, aber der Organisator machte einen Fehler und es waren bereits andere Leute dort wenn wir auftauchten.

Lacrosse hat angefangen :) Wir sind ca. 40 Mädchen im Team von allen Klassenstufen. Die erste Woche war nur Kondition mit Rennen und Kraftübungen, etc. Danach haben wir angefangen mit dem „Stick“ den Ball zu passen und Tore zu schiessen. Es ist wirklich nicht so einfach den kleinen Ball in der Luft so schnell abzufangen! Wir müssen alle Sicherheitsbrillen und Mundschutz tragen und das sieht so lustig aus, haha.

Rick hatte ein kleines Konzert mit seiner Band in einer anderen Kirche, zu welchem wir und auch einige Freunde von ihnen schauen kamen. Sie sind wirklich gut, finde ich. Natürlich kenne ich jedoch alle Lieder schon von den Bandproben bei uns zu Hause und kann schon so einigermassen mitsingen. Image

Sarah, Josie und ich gingen tubing an einem Samstag – das letzte Mal noch so richtig den Schnee geniessen bevor alles weg schmilzt. Das machte wirklich eine Menge Spass! Ich fiel allerdings ein paar Male, aber das war weiter nicht so schlimm. Am selben Tag machten wir Chocolate Chip Cookies, assen Sushi und danach gingen wir zu meinem Haus und schauten ein DVD…Die anderen Girls kamen später auch noch dazu.

An St. Patrick’s Day (ein irischer Gedenkfeiertag) trugen fast alle in der Schule grün und sprühten sich sogar zum Teil die Haare grün. Ziemlich viele von unserer Schule sind nämlich irischer Abstammung. Image

Mein süsser Hund Skip feierte seinen 7. Geburtstag am 19. März und ich konnte nicht einmal bei ihm sein :( Aber ich habe ihm eine Geburtstagskarte nach Hause gesendet und meine Mami hat sie ihm auch gezeigt.

Mit Josie und ihren Gasteltern ging ich für ein ganzes Wochenende nach Boston und wir übernachteten im Hotel. Wir liefen den „Freedom-Trail“, welcher durch die Stadt an unzähligen tollen historischen Gebäuden vorbei führt. Wir sahen auch das weltberühmte Harvard College. Image

Es hat nochmals geschneit Ende März, aber so wie es aussieht steht der Frühling nun wirklich vor der Tür – hoffentlich.

Meine Mom hatte etwas zu uns gesagt, was mich sehr getroffen hat. Ich möchte nicht genauer auf Details eingehen, aber das war das erste Mal während dem ganzen Jahr, wo ich so richtig Heimweh hatte und mir nichts lieber gewünscht hätte, als zu Hause in den Armen meiner geliebten und unendlich geschätzten Eltern liegen zu dürfen!

Denn wenn ich etwas Wichtiges gelernt habe während meinem Austauschjahr ist es, dass man niemals vollständig ersetzen kann was einem wirklich nahe steht. An diesem Abend war ich so traurig; ich schaute zum Mond hinauf und mir ist plötzlich aufgefallen, dass wir ja alle gar nicht so weit von einander entfernt sein können, denn alle sehen den gleichen Mond.

Morgen geht’s für mich ab nach Washington DC – Philadelphia – New York!!!

Mehr dazu dann im nächsten Bericht.

Carla

 

 
22:36 | 17.Mai 2012