| Carla in den USA: Februar 2011 |
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Hallo zusammen!!
Sicher seid ihr alle schon sehr gespannt was ich euch von Hawaii zu erzählen habe, aber vor meiner Abreise passierten noch einige Dinge. In der Schule startete das neue Semester und somit auch mein neuer Stundenplan. Ich habe nun Advanced Composition in der ersten Lektion. Dies ist eine Englischklasse, wo man viele Aufsätze schreiben muss, etc. Ich habe nun Turnen mit anderen Kindern zusammen und auch Study Hall habe ich jetzt mit meinen Freundinnen Evelyn, Sarah und Denise zusammen, weil ich verschoben wurde. Dann bin ich neuerdings auch in Chamber Choir, wo wir verschiedene Lieder singen und diese dann vorführen werden. Kurz vor der Abreise waren noch die Musical Castings in unserer Schule. Das Musical, welches sie dieses Jahr vorführen werden, heisst „A Chorus Line“ und ich bin mit dabei!! Ich musste ein Vers von einem Lied vorsingen und einen kurzen Text vorlesen bei den Castings und bekam dann glücklicherweise eine der wichtigeren Rollen; ich bin Sheila für diejenigen, welche das Musical kennen. Nun haben wir zwei Abende pro Woche Proben… Josie ist auch im Musical, aber sie wollte nur eine der Tänzerinnen sein. Um dann auch supergut vorbereitet nach Hawaii gehen zu können, gingen Josie und ich zuvor noch Sommerkleider shoppen und zum Coiffeur und noch das letzte Mal ins Bräunungsstudio und dann ging es ab zum Flughafen… Wir hatten einen Stop für einen Tag in LA, weil meine 28 jährige Gastschwester in Manhattan Beach wohnt. Da wir allerdings nur einen Tag hatten, mussten Josie und ich eine gute Tour finden, mir welcher wir das meiste zu sehen kriegen. Also, wir sahen folgendes: zuerst brachte uns der Tourbus zu ein paar Star’s Homes auf dem Hollywood Hügel, wo wir natürlich auch die grosse weltberühmte Hollywood Schrift sahen. Danach brachte er uns zu Hollywood Downtown, wo wir ausstiegen und das Kodak Theatre sahen, wo die Oscar Verleihungen stattfinden, das Chinese Theatre sahen mit den Handabdrücken von den verschiedenen Stars am Boden vor dem Eingang und natürlich auch Walk of Fame sahen, die unzähligen Sterne am Boden von all den berühmten Stars. Danach ging es weiter zu Beverly Hills, wo wir noch mehr Star’s Homes zu sehen bekamen. Den Nachmittag verbrachten wir dann in Universal Studios; ein Vergnügungspark mit Achterbahnen, etc., wo aber einen sehr wichtigen Teil hat, nämlich die Filmproduktions-Studios. Echtliche Sets von Filmproduktionen kann man dort sehen, was ziemlich eindrücklich ist! (zum Beispiel die Wisteria Lane von Desperate Housewifes – ja genau!) Dieser Tag war sehr lange, aber unglaublich interessant und einfach sehr besonders. Am nächsten Tag in Hawaii angekommen fuhren wir mit den „Belo USA Travel“ Staff im Bus zu unserem Hotel in Waikiki, auf der Insel Oahu. Das Hotel war wunderschön und sozusagen direkt am Beach, ausser, dass die Hauptstrasse dazwischen lag. Es hatte einen grossen Pool, wo Josie und ich auch gerade unseren ersten Nachmittag verbrachten, weil wir die ersten waren, die angekommen sind. Nach und nach kamen all die anderen Austauschschüler wo in ganz Amerika verteilt wohnen – wir waren insgesamt etwa 90 Kinder und sechs ganz tolle Leiter. Darunter waren es sogar sieben Schweizer mit mir. Ich teilte ein Zimmer mit einem Mädchen aus Griechenland und einem Mädchen aus Polen. Wir hatten eine menge Spass zusammen und verstanden uns sehr gut. Die meiste Zeit waren Josie und ich jedoch mit drei anderen Mädchen aus Dänemark und einem anderen Mädchen aus Finnland, welche wir schon vom Niagara Falls Trip kannten, zusammen. Jeden Abend waren wir auswärts essen und Frühstück war in einem Restaurant direkt neben unserem Hotel namens „Lulu’s“ (das schrieb ich für Luzia ;p), wo wir sogar aus dem Menü auswählen konnten (mit gewissen Einschränkungen natürlich) – einfach toll. Nur das Mittagessen mussten wir uns selbst kaufen, was aber immer eine gute Gelegenheit um etwas Spezielles auszuprobieren können war. Ich werde euch nun aber Tag für Tag genau erzählen was unser Programm war… Am ersten Tag (Sonntag) mussten wir unseren eigentlichen Plan wegen schlechten Wetters wechseln und gingen stattdessen wandern auf den berühmten Diamond Head Crater, ein Vulkankrater. Die bemerkenswerte Aussicht vom höchsten Punkt zahlte den harten Aufstieg jedoch aus! An diesem Nachmittag gingen sich alle Mädels die Blumenhalskette mit der passenden Blumenhaarspange kaufen, weil das ist einfach ein Muss in Hawaii^^ Wir haben sogar gelernt, dass die verschiedenen Tragemöglichkeiten verschiedene Bedeutungen haben; ist die Haarspange auf der rechten Seite des Kopfes, bedeutet dies das Mädchen ist single, wird die Haarspange jedoch auf der linken Seite des Kopfes getragen, ist das Mädchen verheiratet. Da muss man ganz schön vorsichtig sein, denn Hawaiianer achten sich darauf! lol Am nächsten Tag sahen wir das State Capital Building und lernten etwas über die hawaiianische Geschichte. Danach brachte uns der Bus zu einer immens grossen Ananasplantage. Es ist unglaublich wie viele Ananas dort wachsen und wie die wachsen (ich hatte eine etwas andere Vorstellung davon) und jede einzelne Ananas muss handgepflückt werden! Wir durften die wohl frischeste und beste Ananas der Welt probieren, denn an diesem Ort sind die gar nichts von wegen säuerlich. Wir probierten sogar einen Ananas-Hamburger zu Mittag und ich muss zugeben, das nächste Mal wenn ich in McDonalds gehe bringe ich meine eigene Ananasscheibe mit und stopfe sie herein, denn es war hervorragend! Am folgenden Abend gingen wir zum Polynesesian Cultural Center, wo wir verschiedene Shows zu sehen bekamen und den Hula Tanz lernten. Am dritten Tag ging es aufs Kajak. Wir waren total etwa fünf Stunden auf dem Wasser und ihr könnt euch vorstellen, dass unsere Arme danach etwas wehtaten. Einige hatten sich leider auch ganz böse verbrannt wegen der starken Sonne und sie keinen Sonnenschutz benutzten. Aber dieser Ausflug war eine supertolle Erfahrung! Wir sahen sogar eine Wasserschildkröte auf dem Weg zur kleinen Insel draussen auf dem Meer. Dort angekommen gingen wir mit den Leitern Kajaksurfen auf den Wellen, schwimmen und einfach schön zusammen ein bisschen ausruhen auf dem atemberaubenden Strand mit dem glasklaren türkis Wasser. An diesem Abend assen wir in Hard Rock Cafe Honolulu und hatten PARTY!!! Denn als der Song „I got a feeling“ lief, standen alle von den Tischen auf und tanzten im ganzen Restaurant verteilt (sogar auf den Stühlen und Tischen) und die Bedienung und der Rest des Restaurants feierte mit uns – es war so cool!!! Am vierten Tag früh morgens ging ich zum Steg, wo mir am Tag zuvor ein Mann, welcher jeden Morgen die Vögel und Fische füttert, von einen Frau erzählt hatte, welche von Zürich ist und auch jeden Morgen dort ihren Hund spazieren geht. Also beschloss ich sie zu treffen und so geschah es dann auch. Es war so schön wieder einmal mit jemandem Schweizerdeutsch sprechen zu können! Wir redeten miteinander für ca. 40min; sie erzählte mir, dass sie nun schon seit sieben Jahren in Hawaii lebt mit ihrem Mann aus Amerika und ich erzählte ihr alles über meinen Austausch hier in den USA. Sie war allerdings nicht die einzige Schweizerin, die ich in Hawaii getroffen habe. Noch ein paar weitere Male passierte es, dass ich plötzlich jemanden Schweizerdeutsch in einem Geschäft oder im Hotel sprechen hörte und ich dann ohne weiteres auch noch meinen Senf dazugeben musste, worauf die anderen jeweils immer zuerst etwas verstutzt herein schauten, aber dann sofort merkten was vor sich geht. Wie sagt man so schön, „Die Welt ist so klein, denn sie ist voller Schweizerlein“^^ (by Carla). Dieser Tag startete schon mal super und ging noch besser weiter, denn Surfen war auf dem Programm! Wir bekamen ein paar nützliche Tipps am Strand von den Surflehrern und dann ging es ab aufs Wasser… Es war eigentlich gar nicht so schwierig aufs Brett zu kommen, wenn man mal den Trick herausgefunden hat. Ich glaube ich mache Surfen zu meinem neuen Hobby, nur blöd, dass wir keine Wellen auf dem Zürichsee haben… Wir waren auch auf dem Katamaran an diesem Tag. Eigentlich hätten wir Delfine und Wale sehen sollen, aber dieses Glück hatte leider nur die erste Gruppe, welche am Morgen ging. Dafür konnten wir in der Mitte des Ozeans ins Wasser springen und beim heruntertauchen einigen Riesenwasserschildkröten sehr sehr nahe kommen. Die sind so schön mit ihren langsamen weichen Bewegungen im Wasser! Diesen Abend assen wir im Bubba Gump Shrimp Restaurant, sicher allen bekannt vom Film „Forrest Gump“. Am nächsten Tag gingen wir zu Pearl Harbor und sahen das USS Arizona Memorial und das Missouri Kampfschiff, wo wir eine kleine Führung hatten durch das Schiff. Es was so eindrücklich zu sehen was an diesem Tag vom 7. Dezember 1941 hatte passieren müssen…Einige Stellen auf dem Schiff und vom Hafen erinnerten mich sogar an den Film „Pearl Harbor“, weil dieser teilweise dort gedreht wurde. Nach dem Abendessen in einem anderen Hotel gingen ein paar von uns am Strand schwimmen und plötzlich begann ein Feuerwerk draussen auf dem Meer – die Stimmung war einfach fantastisch! Am Freitag wachte ich leider mit starken Halsschmerzen auf und deshalb konnte ich nicht mit den anderen Schnorcheln gehen, aber mit Medikamenten ging es mir dann am Abend zum Glück wieder viel besser. Wir gingen dann nämlich zu „Luau“, eine Veranstaltung mit verschiedenen Sachen zu machen und Abendessen und einer grossen Show. Wir konnten dort die Blumenketten mit den echten Blumen selbst machen, wir liessen uns alle ein Tatoo malen, machten uns Armbänder, lernten nochmals den Hula Tanz und dranken Virgin Pina Coladas… es war eine menge Spass! Auf der Heimfahrt lehrte unsere Busfahrerin uns noch ein paar Wörter in Hawaii; „mahalo“ heisst danke, „aloha“ heisst nicht nur hallo, sondern auch ich liebe dich und „humuhumunukunukuapua’a“ ist der Staatfisch von Hawaii. Tut mir sehr leid, dass ich mich nicht mehr an die anderen Wörter erinnern kann, aber nur schon wegen diesem Fisch bin ich stolz auf mich! LOL Der siebte Tag war leider auch schon unser letzter Tag…Verschiedene Gruppen verliessen uns nach und nach und der Abschied war sehr schwer, denn du weißt nicht ob du all die tollen Leute jemals wieder sehen wirst. Josie und ich waren dem letzten Shuttle zugeteilt, was uns noch ein wenig Zeit gab am Pool zu sitzen und noch ein bisschen im Städtchen herumzulaufen. Wer übrigens interessiert ist auf www.yfuusahawaii2011-1.blogspot.com noch weitere Fotos von Hawaii bewundern… Als wir zurückkamen mussten wir direkt am nächsten Tag wieder zur Schule. Es war Valentinstag und Sam und ich machten eine tolle Karte für unsere Gasteltern, und wir bekamen auch eine von ihnen. Nach einer Woche Schule hatten wir dann auch schon wieder Ferien. Josie und ich gingen einmal zusammen ins Theater in Hartford und sahen die Broadway Show „Shrek“; es war so lustig. Wir waren auch zusammen mit ihrer Hostmum Skifahren gerade auf der Grenze zwischen New York und Massachusetts – es war wieder nur ein Hügel für Schweizer Verhältnisse, aber trotzdem toll ;) haha Bis zum nächsten Monat! Carla
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