| Carla in den USA: Dezember 2010 |
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Hi!
Ich hoffe ihr alle hattet wunderschöne Weihnachten und einen super Rutsch ins neue Jahr! Mein Dezember war sehr schön, aber ich beginne von vorne zu erzählen. Am letzten Wochenende im November habe ich mit Mom und Rick eine Überraschungsparty für Sam’s Geburtstag organisiert; etwa 12 Freunde von der Schule kamen und wir versteckten uns alle im Keller (=Spielzimmer und Gastraum) bis Sam nach unten kam und wir „Surprise!!!“ riefen. Das war echt lustig. In der ersten Schulwoche im Dezember startete ich im Indoor Track Team, aber weil ich an den meisten Wettrennen nicht dabei sein kann, (weil alle immer am Wochenende sind und ich bereits andere Pläne mit meiner Familie oder Freunden habe), hat sich das leider nicht wirklich gelohnt. Dafür gehen Josephine und ich nun umso mehr ins Fitness Center. Es fand auch die Sports Awards Night in der Schule statt. Alle Sportteams kamen am Abend ins Auditorium und die Trainer verteilten Awards aus für die besten Spieler. Jeder einzelne Spieler bekam zusätzlich noch ein Zertifikat, also auch Josephine und ich, weil wir in der Fussballmannschaft gespielt hatten. Am Ende hat der Schulrektor die besten Schüler der ganzen Schule aufgerufen, welche über 90% in allen Fächern erreichten, und diese speziell vor allen geehrt. Das fand ich eigentlich ziemlich fair und es war auch interessant zu sehen, wer das ist. hehe Für den ersten Dezember kaufte ich mir einen Weihnachtskalender mit 24 Törchen und Schokoladenstückchen drin, weil ich einen solchen auch immer in der Schweiz hatte Ich sah den neuen Harry Potter Film im Kino mit einer Schulfreundin – mit Abstand der Beste der Folge! Am ersten Wochenende vom Dezember habe ich endlich wieder einmal mit meinen Eltern und meiner Schwester gesprochen über Skype. Es ist manchmal schwierig ein Datum zu finden, wo wir alle zu Hause sind und dann noch die 6h Zeitdifferenz berücksichtigen muss. Mit ein paar Freunden ging ich die Vorführung unseres Schultheaters schauen – es war wirklich gut, ich hätte mitmachen sollen…Naja. Wir gingen auch zu einer anderen Theatervorführung von einer Academy School in Hartford. In der folgenden Woche haben wir begonnen die Weihnachtsdekoration aus dem Keller hervor zu nehmen und aufzuhängen; wir haben Lichter draussen vor dem Haupteingang auf den Büschen und Bäumen und auch innen im Wohnzimmer, dann haben wir natürlich einen wunderschönen (unechten) Weihnachtsbaum, welchen Sam und ich dekoriert haben, und mit Mom haben wir ein Miniatur-Städtchen aufgestellt mit den verschiedensten kleinen Häuschen, welche beleuchtet sind und sogar kleine Stadtpersonen beherbergen. Ich habe so Freude an dem! Passend zu dieser Zeit gingen Josephine und ich zusammen zum Shopping Center und kauften Weihnachtsgeschenke für unsere Familien und Freunde. Da Josephine und ich nun so nah von einander wohnen, fuhren wir manchmal mit unseren Velos zu einander und erkundeten die Gegend – das war jedes Mal ein kleines Abenteuer, weil wir immer wieder neue Sachen entdeckten, wie zum Beispiel ein Lagerplatz mit Tennisplätzen und Schwimmbad, etc, aber auch ein super Schlittelhügel. Sobald es anfing zu schneien waren wir dort schlitteln mit Sam. Für Sam war es nämlich das 1. Mal wo er Schnee sah und dann natürlich auch das 1. Mal wo er schlitteln ging! (In Bangladesch schneit es nämlich das ganze Jahr nicht) Lol Mitte Dezember fand ein Weihnachtskonzert in unserer Kirche statt. Sam und ich sangen im Chor. Die Kirche war voll und sogar ein paar meiner Freunde kamen zusehen. Meine Eltern luden einige ihrer Freunde danach zu uns nach Hause ein und ich durfte meine Freunde auch einladen. Wir hatten dann eine kleine Party bei uns zu Hause. Eine meiner Freundinnen feierte ihren 18. Geburtstag an diesem Wochenende. Zuerst fuhren wir alle zusammen zu einer riesigen Mall und dann assen wir in Olive Garden (italienisches Essen-->so gut!) und dann assen wir Kuchen und feierten ein wenig bei ihr zu Hause. Da meine Cousine und mein Onkel an diesem Wochenende zufällig in der Nähe waren, konnte ich sie treffen. Ich habe mich riesig darüber gefreut, weil ich sie sowieso nicht allzu oft sehe und es sehr schön war einen Tag mit wenigstens einem Teil der Familie zu verbringen. Um diese Zeit herum habe ich auch alle meine 30 Weihnachtskarten mit einem Foto von meiner Gastfamilie und mir an meine Familie und Freunde geschickt. Wenn du eine bekommen hast und dies nun gerade liest – ich hoffe, dass sie dir Freude bereitet hat! Und vielen Dank für die Antworten (àKlasse G3c!!!) haha In der dritten Woche löste ein Schüler absichtlich den Feueralarm an unserer Schule aus. Wir mussten alle nach draussen und 40 Minuten in der Kälte warten bis die Feuerwehrmänner sichergestellt hatten, dass nirgends eine Gefahr herrscht. Der Rektor war also ganz und gar nicht erfreut darüber! In derselben Woche war Ugly Sweater Day; diejenigen, welche einen absolut altmodischen und hässlichen Weihnachtpullover haben, durften ihn an diesem Tag zur Schule tragen. Manche waren wirklich lustig gekleidet. Am Wochenende vom 4. Advent waren wir an einer „Christmas Party“ bei Freunden von unseren Eltern zu Hause. Wir sangen alle zusammen die typischen bekannten Weihnachtslieder – dies brachte mich so richtig in Weihnachtsstimmung! Danach fing ich an europäische Weihnachtsguzli zu backen. Ich machte fünf verschiedene Sorten (Mailänderli, Zimtsterne, Brunsli, Vanillekipferl und Schwarz-Weiss Gebäck) und verteilte sie dann in der Schule an meine Freunde als kleines Weihnachtgeschenk. Zum Glück mochten sie alle sehr gut, weil ich durch „a lot of trouble“ging!! Zuerst musste ich die Mandeln selbst zerhacken, weil die Amerikaner keine gemahlene Mandeln haben (àeinfach unglaublich!), dann war der Teig nicht so wie er hätte sein sollen und ich konnte nochmals neu anfangen, dann benutzte ich Waxpapier anstelle von Backpapier im Ofen und es blieb an den Guzlis kleben, dann war die eine Sorte kaum essbar, weil ich sie zu lange im Ofen liess und sie zu hart wurden, …Puh! Ich bin so froh, dass man in der Schweiz einfach den fertigen Teig für alles kaufen kann. In der letzten Schulwoche vor Weihnachten fuhren Mom, Sam und ich zu einem Haus, welches eine spektakuläre Lichtershow präsentierte; passend zur Musik von einer bestimmten Radiostation leuchteten all die vielen Weihnachtslichter im Garten und auf dem Haus auf. Das war fantastisch! Am Donnerstag war der letzte Schultag. Ich trug eine Nikolausmütze in die Schule. Über Mittagspause kam ein Nikolaus und wir konnten Fotos mit ihm machen. Eigentlich war es ein Schüler, aber pssssst! Haha Ich bekam auch ganz tolle und viele Geschenke von meinen Freunden. In den meisten Stunden hatten wir einfach eine Party, wo jeder etwas zu essen brachte. Am nächsten Tag war Weihnachten! Wir schliefen aus, dann kochte ich mit meiner Gastschwester Erin, welche von Kalifornien einflog, die Vorspeise für die Party am Abend. Wir feierten am Abend mit der ganzen Familie bei Mom’s Bruder. Zu essen gab es Schinken und Truthahn mit ganz verschieden Nebenspeisen – es war so lecker. Am späteren Abend gingen wir alle zusammen zur Kirche und nahmen am Weihnachtsgottesdienst teil. Sam und ich sangen wieder im Chor. Das letzte Lied war „Stille Nacht, Heilige Nacht“ und alle Kerzen wurden gezündet, auch wir trugen eine in unseren Händen – es herrschte eine sehr schöne Stimmung. Am eigentlichen Weihnachtstag assen wir am grossen Esstisch zusammen ein grosses Frühstück mit Eier und Speck und Waffeln, etc. Danach versammelten wir uns um den Weihnachtsbaum und öffneten unsere Geschenke. Das ist typisch amerikanisch, dass die Geschenke am Morgen des 25. Dezembers geöffnet werden. Ich bekam wirklich einige tolle Sachen! J Die Pakete, welche mir meine Eltern aus der Schweiz geschickt haben, haben mir allerdings am meisten Freude bereitet. Es floss auch die eine oder andere Träne als ich den Brief vorlas… Am Nachmittag fuhren Sam und ich mit Mom nach Boston und besuchten unsere Grossmutter. Endlich hatten wir Ferien und zu dem kam auch passend der erste Schneesturm. Die meisten Tage verbrachten wir zu Hause mit schlitteln in unserem Hintergarten und DVDs schauen; einfach relaxed. Einen Tag jedoch war ich in Vermont Skifahren mit meinen Gastgeschwistern und ihren Freunden. Das war unglaublich toll! Es war zwar nicht so ganz das, was ich erwartet hatte, weil was für uns ein etwas grösserer Hügel ist, nennen die Amerikaner „a mountain“. Lol Dann haben wir uns schon vorbereiten müssen für unsere grosse Sylvesterparty. Wir dekorierten das ganze Haus. Wir hatten 55 Gäste plus noch etwa 10 Freunde von Sam und mir aus der Schule à das Haus war voll! Und alle Männer bekamen einen „Happy New Year“ Hut zu tragen und die Frauen eine „Happy New Year“ Feder-Kopfbeschmückung. Das war wirklich lustig! Da jeder eine Speise brachte, hatten wir so viel Gutes zu essen. Nina (wohnt in Luzern, aber ist auch Austauschschülerin in Connecticut), Aline aus Deutschland, Josephine aus Dänemark und ich stossen um 6 Uhr amerikanische Zeit auf das europäische Neujahr an. Wir verfolgten den Countdown im Internet. Hehe Kurz vor 12 Uhr bekamen alle Champagnergläser und etwas zum Lärm machen und alle verteilten sich vor den TVs, wo wir die Kugel in New York fallen sahen und den Countdown herunter zählten. Dieser Moment war so cool! Dann spielte Rick noch ein paar Songs mit seiner Band vor und kurz danach war die Party dann zu Ende. Ein paar meiner Freunde übernachteten bei mir. An Neujahrstag mussten wir dann leider alles wieder aufräumen und am 3. Januar hiess es dann auch schon wieder back to school… Ich wünsche euch allen ein erfolgreiches Jahr 2011 mit vielen unvergesslichen Momenten! Bis bald, Carla |









