| Carla in den USA: April 2011 |
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Salut! Wie im letzten Bericht schon angekündigt war ich zu Beginn des letzten Monats wieder auf einem Trip; der East Adventure, welcher zu Washington DC, Philadelphia und New York ging. Wie auch auf der Hawaii-Reise vom Februar habe ich wieder sehr viele neue Studenten kennen gelernt und enge Freundschaften geschlossen. Natürlich haben wir auch so einiges unternommen und das werde ich euch nun Tag für Tag kurz zusammenfassen.
Tag 2. Ein Tour Guide führte uns durch Washington DC an allen möglichen Gedenkmalen und anderen Attraktionen vorbei; wir sahen das Washington Memorial, das Jefferson Memorial, das Lincoln Memorial, das Vietnam Veterans Memorial, das Korean War Veterans Memorial, den Lafayette Park, das US Capital Building, das Air Force Memorial beim Pentagon, und das Weisse Haus, welches ich mir seltsamerweise viel grösser vorstellte als es wirklich ist. Glücklicherweise waren die Kirschblüten-Bäume gerade am blühen als wir dort waren, denn das sieht wunderschön aus. Wir waren fünf Schweizerinnen in der gesamten Gruppe und ich kannte sogar ein paar von den früheren Orientierungswochenenden. Wir assen zu Abend in Hardrock Cafe und fast jeden Abend gingen wir alle jeweils zum Pool von unserem Hotel.
Tag 4. Mit dem Bus fuhren wir weiter nach Philadelphia, wo wir für uns alleine ein wenig die Stadt erkunden konnten. Wir sahen die berühmte Liberty Bell und die Independence Hall. Nach Abendessen in T.G.I. Friday fuhren wir nach New York in ein neues Hotel. Tag 5. Ein Tour Guide gab uns ein paar interessante Hinweise und Informationen während der Busfahrt durch New York City. Dann liefen wir durch Central Park, waren in einer der grössten Kathedralen in NYC, sahen Präsident Grant’s Grab, liefen über die Brooklyn Brücke, fuhren durch den Stadtviertel „Harlem“, und ich ass mit ein paar anderen Sushi in Greenwich Village. Den Abend verbrachten wir in Chinatown und Nina und ich kauften uns eine ganze Kokosnuss, aus welcher wir die Milch trinken konnten – hmmm!!!! LOL Zurück im Hotel hatte ich zuerst keine Lust in den Pool zu gehen, aber als dann alle anderen schwimmen waren und sonst niemand anderes dort war, sprang ich einfach mit den Kleidern herein…!
Tag 8. Heimreise….mit zwei verschieden Bussen wurden alle wieder zu ihrem Abhol-Ort gebracht. Ich ging sofort ins Bett als ich nach Hause kam und schlief für den Rest des Nachmittags. :)
Im Turnen hatten wir vor kurzem Schwimmunterricht, denn unsere Schule hat ein relativ grosses Schwimmbecken für das Schwimmteam. Ich war das einzige Mädchen welches vom Sprungbrett sprang. Viele waren sowieso keine gute Schwimmer, was für mich etwas überraschend war. Nun spielen wir gerade Tennis draussen auf den Tennisplätzen vor unserer Schule. Ich wünschte unsere Schule hätte all diese Sportanlagen!
Mit Mom, Sam und Laurens ging ich auch einmal mit zum Casino „Mohegan Sun“; eines der grössten von ganz Amerika! Wir konnten allerdings nur durch die Shops laufen und herein schauen, denn die Maschinen sind alle erst ab 21 Jahren. Es hat aber sehr schön ausgesehen. Wir bekamen so tolle Ballonhüte im Restaurant, in welchem wir zu Abend assen. Zu Ostern hat unser Kirchen Chor in zwei Gottesdiensten singen müssen. Und der Freitag davor hatten wir wieder einmal ein Konzert mit dem ganzen Chor und alle kamen zuschauen. Am Ostersonntag assen wir alle gemeinsam ein grosses Mittagessen mit Schinken und unsere Nachbarn kamen zu Dessert herüber, welchen wir draussen auf der Terrasse geniessen durften. Unser Haus ist ziemlich beliebt, denn kurz nach dem Laurens gegangen ist kam Lukas aus Deutschland zurück zu Besuch für 2 Wochen. Er war hier vor drei Jahren. Sam und ich gingen mit ihm einmal zum Kino und sahen „Fast Five“ und er hat uns auch zu einem sehr schönen Ort mitgenommen, wo man dem Fluss entlang laufen kann und im Sommer dort schwimmen kann. Das hat mich sehr an unser Tobel erinnert, wo ich immer mit meinem Hund spazieren ging.
Im Geschichtsunterricht momentan müssen wir ein Familien-Geschichte Projekt zusammenstellen, wofür ich meine Gastmutter über ihre Familiengeschichte interviewen musste. Ich fand sehr erstaunliche Informationen heraus, zum Beispiel dass ihre Vorfahren auf der Mayflower herüber kamen, oder dass sie zu Präsident John Adams verwandt ist durch viele Heiraten, und vieles mehr. Unser Musical „A Chorus Line“ von Drama Club wurde Mitte April aufgeführt. In der Woche vor der Show hatten wir jeden Abend Proben und das war wirklich anstrengend, aber es hat sich gelohnt, denn alle drei Aufführungen übers ganze Wochenende waren einfach nur super! Es hat mir so viel Spass gemacht und die Leute waren auch alle ganz toll. Das Gefühl auf der Bühne vor dem Publikum eine der Hauptrollen spielen zu dürfen mit meinem eigenen gesungenen Solo war fantastisch. Nach jeder Show gingen wir zusammen in ein Restaurant und genossen die Zeit miteinander. Schade ist Drama Club nun zu Ende…
Josie, ihre Gastmutter und ich fuhren für einen Tag nach New Haven und trafen Emma aus Finnland. Das erste Mal haben Josie und ich sie auf dem Niagara Falls Trip kennen gelernt, aber sie war auch auf dem Hawaii Trip und weil sie nicht allzu weit weg wohnt konnten wir ein Treffen organisieren. Wir machten eine kurze Tour durch die Yale Universität, welche von einem Studenten geführt wurde, waren gross miteinander Mittagessen und gingen natürlich auch ein bisschen shoppen. Es war so toll, dass wir uns wieder sehen konnten. :) Rick hatte mit seiner Band auch wieder einmal ein Konzert. Dieses Mal waren jedoch etwa 180 Leute dort und wir assen zu Abend während die Band spielte…Das Interessante geschah aber danach; ein Pfarrer war auch dort und am Ende seiner Rede kamen verschiedene Leute nach vorne und der Pfarrer mit ein paar anderen sprachen Heilgebete während sie den Menschen auf die Schultern oder auf den Kopf fassten. Es war etwas seltsam und fast etwas beängstigend für mich, da ich so was noch nie zuvor gesehen hatte, aber es war sehr sehr emotional und mitreissend, weshalb es mir auf eine Art eben doch noch gefallen hat. Josie, Sarah, Denise und ich gingen an einem Abend zum Restaurant Chili’s, wo unsere Freundin Evelyn arbeitet, und wir waren sie dort besuchen. Fast alle Juniors und Seniors hier haben irgendeinen Job, weil die meisten für ihr Auto und das Benzin selbst aufkommen müssen. Deswegen arbeiten sehr viele beispielsweise in verschiedenen Geschäften an den Kassen oder in Restaurants als Bedienung oder in anderen Unternehmen, etc. In der Schule hatten wir eine unglaublich tolle Chemiestunde; vier Chemielehrer zeigten unserer Klasse und einer anderen Klasse verschiedene Versuche mit gefrorenem Stickstoff. Unter anderem wie man eine Banane als Hammer benutzen kann, wie man ein Gummiband einfach zerhämmern kann, wie zehn aufgeblasene Ballons in eine kleine Box passen können, etc. Am Ende der Stunde machten sie eine Crème mit Milch, gaben etwas von dem gefrorenem Stickstoff dazu so dass es zu Eis wurde und vergaben all den Schülern ein Becher Glacé! Hmmm!!! An einem Nachmittag half ich meinem Gastbruder Mike draussen ein paar Bäume herunter zu sägen – das erste Mal, dass ich eine Kettensäge in der Hand hatte und glücklicherweise ist alles gut gegangen.
Josie und ich mussten in der Schule einmal fast nachsitzen gehen, denn wir wurden von Freunden in deren Kochstunde eingeladen und natürlich haben wir dann auch deren Essen probiert und uns nichts dabei gedacht, aber das hat der Lehrerin anscheinend nicht sehr gefallen. Sie wurde sogar ziemlich wütend und schrieb unsere Namen auf und wollte uns schon zum Rektor senden, aber dann hat eine andere Lehrerin mit ihr gesprochen und erklärt, dass wir Austauschschüler sind und uns diesen Regeln nicht bewusst waren. Am selben Tag wurde Josie’s Handy weggenommen, weil sie damit in der Bibliothek verwütscht wurde. Ihre Gastmutter musste es dann extra am nächsten Tag in der Schule beim Sekretariat abholen kommen – ja, das sind etwas andere Regeln als bei uns! LOL Ich bin momentan fleissig meine Geburtstagsparty am organisieren und Einladungen am verteilen. Wie dies heraus gekommen sein wird hört ihr dann auch im nächsten Bericht! Carla |






Tag 1. Weil der Bus ein Problem hatte über die kanadische Grenze zu kommen, wurden Nina und ich erst am späteren Abend in Connecticut abgeholt und deswegen kamen wir erst um ca. 3 Uhr morgens in Washington DC an. Puhh! Insgesamt waren wir ungefähr 50 Austauschschüler vom North East District.
Tag 3. An diesem Tag gingen wir zum Arlington Memorial, wo auch das John F. Kennedy Grab ist. Es ist erdrückend zu sehen, wie viele Soldaten während den Kriegen gefallen sind. In Georgetown assen wir zu Mittag und am Nachmittag besuchten wir das Holocaust Museum, welches auch sehr erschreckend war. Danach besuchten wir eines der Smithsonian Museums und zwar das Air und Space Museum, in welchem Nina und ich den Flugsimulator ausprobierten und wir ein IMax Film sahen.
Tag 6. Heute gingen wir zur Spitze des Empire State Buildings, es hat sogar ein wenig geschneit so hoch oben! Danach hatten wir genügend Zeit an Times Square; wir gingen in den grossen M&M Laden, in Toys R Us (wo wir auf einem Riesenrad inmitten des Geschäftes waren!^^), in riesigen 4-stöckigen Forever21 Laden, in American Eagle Outfitters, wo man ein Foto machen konnte wenn man etwas kaufte und dieses wurde dann auf dem riesigen Bildschirm auf Times Square gezeigt, in Urban Outfitters, etc. Ich ass mit einem Jungen aus Deutschland und einem Jungen aus Norwegen in Bubba Gump Shrimp Restaurant zu Mittag. Dann gingen wir mit der ganzen Gruppe zu Grand Central Station und zur UN (UNO), wo wir eine kurze Tour hatten. Ich sah den Sitz der Schweizerischen Vertretung, das gab mir ein ziemlich stolzes Gefühl. An diesem Abend sahen wir Phantom of the Opera on Broadway, das war fantastisch!
Tag 7. Mit dem Boot gingen wir zur Statue of Liberty; auch hier hatte ich es mir grösser vorgestellt, aber dennoch ist es ziemlich beeindruckend, nur leider war es sehr schlechtes Wetter zu diesem Zeitpunkt. Und wir sahen auch den Stier an der Wall Street und Ground Zero, wo nun etwas Neues gebaut wird. Danach gingen wir zum Metropolitan Museum und liefen der 5th Avenue entlang. Es war unser letzter Abend, also versammelten wir uns alle in demselben Hotelzimmer und ein Junge aus Schweden spielte auf seiner Gitarre während wir anderen einfach ein wenig gechillt den Abend zusammen verbracheten…Es fiel uns allen sehr schwer wieder zurück zu unseren Gastfamilien zu gehen. 
Laurens aus Norwegen war bei uns für drei Wochen. Er war ein Austauschschüler in meiner Gastfamilie vor zwei Jahren und kam nun zurück zu Besuch. Weil ich zu dieser Zeit auch gerade Ferien hatte für eine Woche, konnte ich ein paar tolle Sachen mit ihm unternehmen; wir hatten so einige Filmabende mit seinen Freunden von hier (mit welchen er in seinem Austauschjahr befreundet war und immer noch ist!), wir waren zusammen bowlen, gingen zu den Outlets und zu anderen shopping Malls, und ein Freund von ihm hatte eine Hausparty, wo ich auch hin ging und ich ein paar neue Leute traf.
An einem Wochenende hatte eine Austauschschülerin aus Deutschland eine Übernachtungsparty und alle anderen Austauschschülerinnen aus Connecticut waren eingeladen. Wir gingen zur Talent Show von ihrer Schule und sahen Kinder singen, tanzen, Instrumente spielen, etc. – das fand ich eigentlich recht toll, denn einige waren wirklich gut.
Lacrosse Trainings sind nun viel angenehmer, denn das Wetter draussen wurde einiges wärmer. Wir hatten schon ein paar Spiele gegen andere Schulen und wir sind nicht die Besten, aber wir haben trotzdem Spass daran. So langsam verstehe auch ich wie die Regeln auf dem Feld sind. Wir bekamen unsere Trainers und andere T-Shirts und unsere Uniformen; so cool, dass wir das meiste behalten dürfen!
Ich gehe nun auch wieder ins Solarium für den ganzen nächsten Monat bis zu Senior Prom – alle Mädchen machen das hier (neben dem, dass alle Mädchen regelmässig zu Manicure und Pedicure gehen!). Ich habe angefangen mit dem Velo dort hin zu fahren, denn es ist nicht all zu weit weg und das Wetter ist meistens so schön draussen. Und ins Fitness Center gehe ich auch wieder…